Waiheke Island

Angekommen auf Waiheke. Tag 8 beginnt mit Nudelsuppe als Fruehstueck, weil es zu einem Missverstaendnis mit Kimmo und Jo kam. Wir vier Jungs (also Felix heisst der vierte) sind nun auf die Insel weitergezogen. Der Lebensstil eines Backpackers ist verrueckt: Man wacht auf und weiss nicht, wo man heute Abend schlafen wird.. Dazu kommt dann, dass man sich ahnungslos mit 30, 35 kg Reisegepaeck durch die Gegend schleppt, waehrend man Hunger hat, muede ist und schlafen will. Super sache! 😉 Genau so darf man sich unsere Reise nach und auf Waiheke naemlich vorstellen. Nunja, als wir gestern ankamen, wurden wir dafuer mit schoenstem Wetter begruesst, sodass wir uns gleich mal den ersten Strand angesehen haben und ins kalte Wasser gestanden sind. Das Wetter hier in Neuseeland ist echt uebel: In Auckland wechselt es wirklich alle fuenf Minuten, ein erster Blick am Morgen aus dem Fenster hilft einem also nie wirklich weiter. Dann regnet es mal ganz kurz richtig fies und kurz darauf bricht dann wieder die heftige Sonne durch (ich war gestern vielleicht ne halbe Stunde in der Sonne und hatte gleich einen Sonnenbrand im Gesicht; man hat uns fuer den Sommer hier auch schon Sonnenschutzfaktor 80 empfohlen).
Wie dem auch sei, nun bin ich auf der schoenen Waiheke Island, auch wenn es heute jetzt bewoelkt ist. Man ist mitten in der Natur, was natuerlich wirklich beeindruckend aussieht, aber auch seine Nachteile hat: man laeuft wirklich ein gutes Stueck, bis man mal was zu essen und trinken kaufen kann und so warm der Tag auch sein kann, nachts ist es wirklich kalt in unserem Hostel, da wir dort in einer Bude ohne Heizung schlafen. Auch das Wasser lernt man hier zu schaetzen: man benutzt auf Waiheke anscheinend das Regenwasser und muss sich das gut einteilen, so wird das Duschen zu einem richtigen Abenteuer, da die Dusche alle 10 Sekunden zwischen einem Strahl von heissem Wasser und ein paar Tropfen kaltem Wasser abwechselt. Der Besitzer ist irgendein dauer-zugekiffter Maori, der sich nur darum gekuemmert hat, uns das Geld beim Einchecken abzuknoepfen. Der netteste Einwohner in dem Hostel war eigentlich die Katze dort, die sehr anhaenglich war und mit der ich natuerlich gleich mal geschmust habe, nur um zu erfahren, dass sie anscheinend Floehe hat. Viel gibt es ansonsten in dem Hostel nicht: Geschirr ist etwa alles, was gestellt wird, sodass wir beim ersten Abendessen Kartoffeln und Eier ohne Salz und Oel kochen und essen durfen. Das war wirklich unschoen, die anderen Abende wurde dann wieder auf Instant-Nudeln und Spaghetti gesetzt.
Aber nun zur Insel: Gestaerkt durch das unvergleiche Fruehstueck am achten Tag sind Felix und ich schliesslich losgezogen, um den Strand zu erkunden. Doch wie so oft lief das anders ab als ich es gedacht hatte. Wir sind einfach mal in den Bus gestiegen und losgefahren, dann bei einem Strand raus und in eine Richtung dort losgelaufen. Irgendwann wurde die Gegend felsiger, doch Felix war ueberzeugt, dass das ein offizieller Weg waere. Nunja, spaetestens als wir so 5, 6 Meter mit allen Vieren eine Felsenwand hochklettern mussten, um voranzukommen, war klar, dass wir uns wohl eine eigene Route gefunden hatten. Das war dann recht abenteuerlich, aber auch eine schoene Erfahrung, wir haben Seesterne, Krabben, Voegel und allerlei Muscheln gefunden.
Auch den letzten Tag auf Waiheke wollte ich zum Erkunden nutzen und so ging ich mit Kimmo und Nick und vor allem mit recht leerem Magen (um Geld zu sparen) den ganzen Tag an einer Kueste wieder entlang, wobei wir den Weg nicht so ganz fanden und schliesslich durch ein Privatgelaende stapften (anscheinend soll man da Gefahr laufen, dass die Neuseelaender ihre Flinten auspacken, finden die wohl nicht so lustig, wenn da ein paar Backpacker an ihrem Pool vorbeidackeln). Auf dem schier endlosen Rueckweg kamen wir dann noch an einem Vineyard vorbei und haben uns flott noch ein Wine Tasting auf den leeren Magen gegeben. Im Hostel gab es dann noch zu einer riesigen Portion Nudeln (ich glaub, ich werd in Deutschland dann keine Nudeln mehr essen koennen..) eine nette Runde mit den anderen Gaesten.
Jetzt geht es dann zurueck nach Auckland und von dort aus mit dem Stray-Bus in den Norden, wo ich vermutlich endlich Arbeit in einem Hostel in Whangarai finde.
Cheers,
Len

PS: Ich weiss, die Fotos sind beim besten Willen nicht gerade optimal, aber ich muss die direkt von der Kamera nehmen, kann sie in keiner Form bearbeiten, aber darum kuemmere ich mich noch..

Advertisements
von lenstolz

2 Kommentare zu “Waiheke Island

  1. „Der netteste Einwohner in dem Hostel war eigentlich die Katze dort, die sehr anhaenglich war und mit der ich natuerlich gleich mal geschmust habe, nur um zu erfahren, dass sie anscheinend Floehe hat.“ – hahaha, nice. 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s