Raglan/Maketu/Rotorua

Es ist Donnerstag Nacht und ich habe diese Woche schon wieder vieles erlebt. Seit Montag bin ich mit dem Stray-Bus auf dem Weg Richtung Süden und man verliert wirklich jegliches zeitgefuehl, weil so viel passiert und man so viel sieht.

Nachdem wir Montag Nacht mal wieder in Auckland verbrachten, ging es Dienstag erst nach Hamilton und dann nach Raglan, wo wir eine Nacht in einem Hostel weit abgeschieden im Wald verbrachten. Das schöne Städtchen Raglan ist bekannt dafür, dass man dort gut surfen kann und ich hätte mein Glück darin vielleicht auch gleich mal versucht, doch das Wetter spielte in dieser Hinsicht leider nicht mit. So sah ich mir die hiesigen Wasserfälle an und abends wurde wieder zusammen gekocht und gesessen.

Mittwoch war dann ein sehr unterhaltsamer Tag: wie immer ging es unangenehm früh raus, doch dafür stand dann auch gleich eine dreistündige Entdeckungstour mit Glühwürmchen, Toobing, Rafting, Klettern und Schwimmen an. Die Tour war nicht gerade suuperwild, dennoch aber zu empfehlen (allein schon aufgrund der lustigen Guides, die gleich mal die suessen Glühwürmchen entzauberten und sie als „kannibalische, kleine Maden mit leuchtender Sch***e am Hintern“ bezeichneten). Anschließend ging es dann in ein Maori-Village in Makatu, wo wir die Nacht verbrachten. Das war ziemlich abgefahren, da uns der Besitzer Uncle Boy zwar mit Essen und Unterkunft versorgt hat, doch im Gegenzug galt es, sich seinem Maori Stamm anzuschließen in Form aller traditionellen Bräuchen (die Männer mussten halbnackt einen Begruessungstanz tanzen, die Frauen lernten ein wenig die weiblichen Tanzformen). Es war ein aufregender Abend und die Einheimischen waren wie immer sehr freundlich. Schließlich saßen wir alle noch bis spät in die Nacht im Gemeinschaftsraum und haben uns unterhalten (für eine halbe Stunde in tiefster Dunkelheit, weil es einen Stromausfall gab..) Übrigens war auch Uncle Boy wieder erstaunt, dass ein Drittel der Reisecrew aus Deutschen bestand: „Bloody hell, I don’t think that there’s anyone left in your country!“

Und nun bin ich hier in Rotorua. Es ist toll hier, deutlich mehr Natur als z.B. in Auckland, auch wenn gerne mal ein fieser Duft von Schwefelsäure in der Luft ist. Nach einer Runde Zorbing (also in einer großen durchsichtigen Kugel einen Hügel runter rollen, sehr lustige Angelegenheit) bin ich hier alleine ausgestiegen und verbringe hier eine Nacht, bevor es nach Opotiki zu meiner Farm weiter geht. Der heutige Abend war auch klasse. Ich bin mit meiner Zimmergenossin Franzi (jaa wieder eine Deutsche), Carmen aus Canada und Jessy aus Amerika (die beiden haben sich sehr suess geärgert: Carmen zu Jessy: „You know, no offence, but I think the rest of the world hates your country“) etwas essen und trinken gegangen. Ich durfte mich wieder mal besonders gesund vom „längsten Hot Dog der Welt“ ernähren, gefolgt von einem lustigen Abend in einem Lokal der Gegend. Es wurde getanzt und getrunken und man lernte wieder mal nette Einwohner kennen (eine Property Managerin hat mir gleich mal angeboten, dass ich bei ihr zuhause schlafen kann, wenn ich mal wieder vorbeikomme). Oh und egal, wo ich hinkomme, überall, wo jemand Gitarre spielt, hört man hier das Lied ‚Save tonight‘ von Eagle Eye Cherry, das werde ich jetzt wohl dauerhaft mit Neuseeland assoziieren.

Zum Schluss noch die Lehre des Tages: Ich hasse die Schlösser in Neuseeland. Es gibt hier kein durchschaubares System, man muss immer in einer andere Richtung oder auf eine andere Art aufschließen, auch die elektronischen Schlösser haben ihre Tücken.

Soo, nun geht es also auf die Farm und ich weiss nicht, wann ich wieder Internet haben werde, da ich die 2, 3 Wochen dort vermutlich recht abgeschieden irgendwo im Nirgendwo leben werde.

Also bis bald,

Len
PS: fuer Bilder war jetzt keine Zeit mehr, die werden bald folgen.

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von lenstolz

3 Kommentare zu “Raglan/Maketu/Rotorua

  1. Hallo lieber Len,
    wir haben gerade alles mit großem Interesse angeschaut und sind total neidisch. Rene hat die Bilder ganz genau analysiert und wird sich mit Dir bei deiner Rückkehr ausgiebig darüber unterhalten zu haben 😉
    Wir wünschen Dir alles erdenklich Liebe und Gute, werden weiterhin deinen Weg verfolgen und uns immer wieder in dein Leben einklinken 🙂
    Grüße von René & Gaby, Anna & Lisa, Sandra & Timo, Luna & Candy

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