Bye Bye Windy Welly!

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

Diese Wahrheit traf auch auf meine Zeit in Wellington zu und so wurde es für mich nach mittlerweile 2 Monaten Zeit, weiterzuziehen. Die Zeit hier in Neuseeland vergeht wirklich schnell, aber vor allem der Aufenthalt in Welly ist nur so dahingeflogen. Ich habe die Zeit wirklich genossen (was möglicherweise auch daran lag, dass nicht allzu viel Arbeit zustande gekommen ist) und eine tolle Gruppe gefunden, in der ich zwar vom Alter her klar der jüngste war, mich aber dennoch sehr wohl fühlte. Meine Gesellschaft bestand beispielsweise aus zwei Brüdern aus Schweden, die auch meine Zimmergenossen waren und mit denen ich wirklich viel zu lachen hatte, genauso wie ein Australier, mit dem ich es immer meine Späßchen beim Kochen gemacht habe oder zwei Briten, mit denen ich immer gern Billard gespielt habe (an dieser Stelle muss ich erwähnen, dass viele Personen erst mal einen äußerst schlechten Eindruck bei mir erweckt hatten, sich das aber quasi immer als falsch herausgestellte.)

Es war wirklich eine tolle Zeit und ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal irgendwo hier in Neuseeland so wohl fühlen würde, aber das Trek Global mit diesen Mitbewohnern war wirklich wie ein Zuhause für mich. Da ich mir vorgenommen hatte, am Silvester-Morgen abzureisen, versuchte ich noch möglichst viel aus der letzten Woche zu machen und verbrachte noch ein paar nette Tage, an denen wir beispielsweise Lees Geburtstag feierten, an den Strand gingen, eine Videospiel-Ausstellung im Te Papa besuchten, ich mit dem Nachtwächter auf Streife ging und mit seiner Gotcha-Pistole durch die Küche schoss oder mit zwei netten deutschen Mädels ein bisschen vom Sprungturm am Hafen hüpfte.

Das klingt natürlich jetzt so, als ob es hier einfach nur eine friedvolle, geradezu monotone Ruhe für mich gab, in der keine Action aufkam, mitnichten! So nahm beispielsweise das „Christmas-BBQ“ eine fürchterliche Wendung für mich, als ich mich dermaßen am kostenlosen Fleisch überfressen hatte, dass ich mich dann die ganze Nacht mit Bauchschmerzen im Bett krümmte. Oder als ich mir eines Abends nichts Böses beim Essen dachte und mit dem Australier Pat vor mich hin plapperte: Er hat irgendwas so lustiges rausgehauen, dass ich es doch tatsächlich geschafft habe, mir mein wunderbares Reisgericht vom Mund in die Nase zu katapultieren. Daraufhin verbrachte ich erst mal erfolglose 15 Minuten mit dem Versuch, die Reiskörner rauszubekommen, doch sie fielen mir dann wenig später ohne jegliche Fremdeinwirkung aus der Nase. Das war schon alles ganz schön nervenaufreibend!

Abgesehen davon war es schließlich wirklich hart, mich von allen zu verabschieden (mit der Gewissheit, dass ich die meisten wohl nie wiedersehen werde), es war eine tolle Zeit!

PS: Achja, hätte ich fast vergessen: Den Film „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ habe ich mittlerweile natürlich auch gesehen. Genau zwei Wochen nachdem die Stars die Weltpremiere im Ebassy Theatre sehen durften, habe ich mir den Film auch dort angesehen. Ich kann ihn wirklich nur empfehlen! Sehr unterhaltsam, auch wenn es ein wenig wie eine kindlichere Version von „Herr der Ringe“ wirkt. Und wenn man die Möglichkeit hat, ihn in High-Frame-Rate zu gucken, sollte man das unbedingt machen. Auch wenn diese Bildfrequenz vielleicht dem Film ab und an schadete, indem es zu echt wirkte (also das Film-Set sah einfach wie ein Film-Set aus, manch einer will sogar Gandalfs Kontaktlinsen gesehen haben, etc. ) und man ein bisschen Zeit brauchte, um sich daran zu gewöhnen: die Landschaft und viele andere Szenen sahen wirklich atemberaubend aus, ein völlig neues Kino-Erlebnis!

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von lenstolz

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