Last Days on the North Island / Hobbiton

Nachdem Kat und ich nun also dieses unvergessliche Silvester hinter uns gebracht hatten (mittlerweile übrigens eine äußerst beliebte Story unter unseren Freunden, immerhin das), ging es mit dem Bus weiter nach Rotorua, die stinkingste Stadt Neuseelands. Uns begrüßten auch wirklich gleich wieder der übliche Gestank vor Ort, doch diesmal hab ich davon wenigstens keine Kopfschmerzen bekommen und konnte den Aufenthalt deutlich mehr genießen. Wir waren wirklich sehr erschöpft und haben uns erst mal eine Dusche gegönnt, gefolgt von einer kleinen Stadtbesichtigung.

Diesen kleinen Trip hatten wir gestartet, um noch die letzten Ecken auf der Nordinsel abzuklappern, die wir noch nicht gesehen hatten. Dabei waren nach dem ersten Silvester auch Hobbiton, das Tongariro Crossing und ein Besuch in Napier geplant. Wir wollten gleichzeitig auch nach Arbeit Ausschau halten, doch ich kann gleich mal verraten, dass wir in dieser Hinsicht nicht allzu erfolgreich waren.

Die erste Station war nun aber Hobbiton (falls Unklarheit herrschen sollte: Ja, das ist der Ort, an dem J.R.R. Tolkiens haarige Zwerge aus Mittelerde zuhause sind). Man kann von verschiedenen Startpunkten den Tagesausflug zum Film-Set buchen und so nahmen wir den Bus von Rotorua aus. Es war beim besten Willen nicht gerade ein Schnäppchen, was sicherlich auch daran lag, dass Rotorua über eine Stunde von Mata Mata, wo Hobbiton liegt, entfernt ist. Unser Bus-Fahrer, ‚Uncle Ben‘ (nein, es gab keinen kostenlosen Reis) erklärte uns auf dem Hinweg, dass das ursprüngliche Hobbiton abgerissen wurde, jedoch für die Dreharbeiten der Hobbit-Triologie und den entsprechenden Hype darum wieder identisch aufgebaut wurde. Das Ganze war vermutlich eine der größten touristischen Aktionen, die ich bisher so gemacht habe: der Ort war vollgestopft mit mehr oder weniger begeisterten Film-Fans, die – bewaffnet mit ihren Kameras – in großen Gruppen ihrem Bus-Fahrer folgten, der die Tour leitete. So hielt die versammelte Mannschaft dann etwa bei jeder nennenswerten (und wohl auch bei fast jeder nicht nennenswerten) Sehenswürdigkeit, damit auch ja jeder sein Foto mit diesem tollen Häuschen oder jenem lustigen Gärtchen machen konnte. Da Kat eine besonders begeisterte Vertreterin dieses Gattung Tourist war, durfte ich eine Mengeee Bilder von ihr machen, sodass wir die Gruppe dann auch recht verloren, sie aber wiederfanden. Es war meiner Meinung nach wirklich ein zu enger Zeitplan für das Geld, das wir gezahlt hatten. Alles in allem wurden wir knapp über eine Stunde durch das kleine Hobbit-Dörfchen geführt und anschließend ging es dann noch zur „Bar des Grünen Drachen“ (oder so ähnlich), wo sich jeder dann noch einen kostenlosen Drink gönnen durfte (man konnte beispielsweise auch das Bier trinken, das im Film getrunken wurde: Ein schwaches Bier, da die Darsteller es manchmal stundenlang trinken mussten/durften.)

Abschließend lässt sich sagen, dass ich den Besuch in Hobbiton genossen habe und es faszinierend fand, manche Orte wirklich direkt wiederzuerkennen: ich konnte mir beispielsweise die Szenen, wie Bildo das Dorf verlässt oder wie Gandalf vor Bilbos Hütte seine Pfeife raucht, sehr gut vorstellen, das war schon ganz cool. Das Geld muss einem dieser Spaß dann halt wert sein.

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von lenstolz

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