Karaoke, Birthday-Muffins & finally off to the South Island

Da nun viele andere ebenfalls weiterreisten, beschlossen wir noch ein paar gemeinsame Abende zu verbringen und so ergab sich beispielsweise der folgende Karaoke-Abend:

Es war Jamies letzter Abend und sie beschloss in die wohl angesagteste Bar, the Establishment, zu gehen, wo an jenem Abend Karaoke auf dem Programm stand. Ich war mir recht sicher, dass ich mich dort nicht auf die Bühne stellen würde, schon gar nicht nüchtern. Viele andere waren der gleichen Ansicht. Doch wir alle hatten nicht mit Paul Kelly, seinerseits Karaoke-Legende, gerechnet. Dieser Kerl (noch so ein Ire) packte gleich mal ein paar verrückte Cowboy-Moves zum Klassiker „Cotton Eye Joe“ aus und legte eine sagenhaft amüsante Performance nach der anderen hin, sodass wir anderen regelrecht angesteckt wurden. Ich ließ mich auch überreden und beschloss, mich mit dem Klassiker „Everybody“ von den Backstreet Boys zu blamieren. Es lief sogar gar nicht mal so schlecht, angesichts der Tatsache, dass ich zwar etwa nur die Hälfte des Textes kannte, aber das Publikum doch seinen Spaß hatte. So kam es, dass mich mein mittelmäßig jämmerliches Gekreische auch noch unter die fünf Finalisten des Abends brachte und ich noch ein weiteres Mal antreten durfte. Angesichts der Tatsache, dass ich kaum ein Lied dieser etwas älteren Auswahl kannte, versuchte ich mein Glück spontan mit Eminems „Loose Yourself“. Das war dann wirklich filmreif, wenn auch recht mies: Ich stammelte den Anfang vor mich hin, hörte schon ein paar Zuhörer kichern. Doch ich fing mich und legte richtig los mit der ersten Strophe, es wurde still und ein paar fingen an, im Takt zu klatschen. Es versammelten sich ein paar Typen vor mir, die es wohl einfach cool fanden, dass ich dieses Lied gewählt hatte. Dann versagte meine von der Erkältung geschwächte Stimme beim ersten Refrain und von da an ging’s bergab. Zwei Typen sprangen zu mir auf die Bühne und halfen mir ein wenig aus, wenn ich wieder nicht mehr konnte. Alles in allem war es wirklich nicht sonderlich gut, aber alle fanden es unterhaltsam (gibt leider kein Video).

Dieser lustigen Nacht folgte recht bald mein Geburtstag. Dieser verlief relativ ruhig; ich ‚feierte‘ mit Hassan und Paul rein, indem wir einfach ein wenig im Hostel mit einander quatschten. Es folgte ein gemütlicher Tag, ich schlief aus, zeichnete ein wenig, verbrachte ein bisschen Zeit mit Freunden und zum Abendessen gab es dann Thai und zum Dessert einen Geburtstags-Muffin. Ein wenig mehr Feierlichkeiten gab es dann beim Skypen mit Johanna und ihrer Schwester Pauline, die mir ein Ständchen sagen und mich quasi über die Videokommunikation eine Geburtstagskerze auspusten ließen.

Am 12. Januar war es dann so weit: früh morgens brachen Kat und ich auf, um mit der Fähre in einer dreistündigen Fahrt zur Südinsel weiterzureisen. Auf der anderen Seite angekommen – genauer gesagt im kleinen Städtchen Picton – versuchten wir mit Trampen weiterzureisen. Dieser Versuch scheiterte jedoch und so reisten wir erst mit dem Bus so weit wir konnten, um unser Glück anschließend nochmals zu versuchen. Wir standen recht außerhalb der Stadt für fast eine Stunde lag und es geschah wieder nichts. Ich kniete bereits auf der Straße und Kat stand auch recht lustlos da. Die meisten Autofahrer nahmen uns nicht wirklich ernst – einer machte doch tatsächlich einfach nur ein Foto, anstatt uns zu helfen – und die restlichen machten unverständliche Gesten oder gaben einfach zu verstehen, dass sie nicht helfen konnten. Zwar wollte uns auch ein Polizei-Wagen nicht mitnehmen (jedenfalls nicht ohne begangene Straftat), aber immerhin ein Taxi hielt für uns an. Für das Schnäppchen von etwa 150 Dollar (also etwa der 8fache Preis einer Busfahrt) hätte er uns auch mitgenommen.

Völlig entnervt, müde und hungrig konnten wir unseren Augen dann kaum trauen, als der Neuseeländer Dan doch tatsächlich unseretwegen stoppte. Unser Held erklärte uns dann auch, dass die unverständlichen Zeichen der anderen Fahrer wohl bedeuteten, dass wir an einer ziemlich ungeschickten Stelle standen, um zu unserem Zielort Motueka zu gelangen. Und das, obwohl ich zuvor mehrmals nach dem Weg gefragt hatte und man uns dann dorthin geschickt hatte. Doch nichtsdestotrotz schafften wir es nach Motueka, wo zwei meiner Freunde, die ich in Neuseeland kennengelernt hatte, warteten. Wir verbrachten einen sehr lustigen Samstag-Abend.

Und nun bin ich hier in diesem kleinen Örtchen und versuche mal wieder, ein wenig Kohle in die Kasse zu bringen. Habe gerade Blueberry-Picking ausprobiert, haette schlimmer sein koennen.

Bis bald,

Len

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