Roadtrip Part 1: Christchurch – Lake Tekapo – Mt. Cook – Wanaka

Nun also zu meinem kleinen Roadtrip. Ich war nicht sicher, was ich machen sollte nach meiner Zeit in Kaikoura und ließ mich also gleich mal von meinen Freunden überreden, mich ihrer kleinen Tour anzuschließen. Es sollte Kats ‚Abschieds-Tour‘ werden, da sie am 22. Februar nach über einem Jahr zurück nach Thailand fliegen würde.

Die erste Aufgabe nun war es also, sich vom friedlichen Kaikoura loszureißen, was uns nicht allzu leicht fallen sollte. Wir blieben noch bis zum Nachmittag beim Hostel und stellten uns daher eher spät an den Straßenrand, um von Kaikoura nach Christchurch zu trampen (etwa 2,5 h Fahrt). ‚Wir‘ hieß in diesem Fall Kat, Jamie und ich, und wir sollten nicht allzu erfolgreich beim Versuch sein, ein Auto zum Stoppen zu bringen. Nach einer Stunde beschlossen wir, dass es Jamie doch erst mal getrennt von uns versuchen sollte – fünf Minuten später hielt ein Fahrzeug. Für Kat und mich sollte es noch weitere zwei Stunden dauern, bis wir endlich eine Mitfahrgelegenheit fanden. Wir waren wie immer hungrig, müde und hatten die Hoffnung schon längst aufgegeben, als plötzlich ein Simbabwer für uns hielt und uns mitnahm. An dieser Stelle lässt sich sagen, dass ich wirklich nicht der größte Fan vom Trampen bin und es vier einfache Kriterien gibt, um schnell mitgenommen zu werden: 1. Stehe am Stadtrand. 2. Reise allein. 3. Probiere es morgens. Und vor allem: 4. Sei weiblich. Das soll natürlich nicht sexistisch klingen. Aber ich hab noch von keinem Mädel gehört, das 3 Stunden darauf gewartet hat, um zum nächsten Ort mitgenommen zu werden. Doch hier in Neuseeland wird irgendwann eigentlich jeder mitgenommen, man muss einfach Geduld haben.

Wir kamen also spätabends in Christchurch an und durften dann mit dem ganzen Gepäck uns unseren Weg zum Hostel suchen. Mehrere Busfahrten und einiges Wegfragen später kamen wir schließlich an.

Am darauffolgenden Tag galt es nun nur noch, das Auto abzuholen und die Reise konnte für uns – von nun an: Kat, Jamie, Meike (eine weitere Deutsche) und ich – losgehen! Natürlich sollte es nicht allzu einfach gehen, schließlich wäre das ja langweilig. Erst stellte sich unsere Auto-Buchung als ungültig heraus, weswegen wir kurzfristig noch eine andere Karre finden mussten und dann vergaß unsere Fahrerin Kat auf dem wirklich langen und umständlichen Hinweg zum Auto-Verleih noch ihren Führerschein (der selbstverständlich auch noch abgelaufen war). Stunden später ging es dann endlich weiter Richtung Lake Tekapo. Dies war der erste Stopp unserer kleinen Runde durch den südlichen Teil der Südinsel.

Als wir nach einer knapp dreistündigen Fahrt dort ankamen, genossen wir sogleich den Blick auf den atemberaubenden See und trafen uns wenig später mit einer Freundin aus Wellington um gemeinsam zu essen. Es war nett, diese Freundin mal wieder zu sehen, doch es sollte noch besser kommen: ich hatte versucht, meinen alten Schul-Kameraden Richard zu kontaktieren, was nicht allzu gut funktioniert hatte. Daher hatte ich ihn schon gar nicht mehr auf der Rechnung, als er plötzlich einfach in die Küche meines Hostels eintrat. Ein so vertrautes Gesicht hier am anderen Ende der Welt zu sehen, war dann nun wirklich ein lustiges Gefühl. Zwei Grenzacher hier in Neuseeland – die Welt ist eben doch ein Dorf. Wir hatten einen netten Abend und er hatte von seiner dreiwöchigen Reise durch Neuseeland auch schon ein paar abenteuerliche Geschichten zu erzählen.

Ich rundete diesen ersten Reisetag schließlich damit ab, dass ich die Nacht zum Kostensparen im Auto verbrachte. Leider nicht auf einer Matraze, sondern mehr schlecht als recht auf den Sitzen (daraus sollte sich übrigens der Running-Gag ergeben, dass wir die Schlüssel fürs Auto „Lens Zimmerschlüssel“ nannten). Es fiel mir daher auch nicht sonderlich schwer frühmorgens aufzustehen, um ein paar Fotos vom See zu machen.

Am darauffolgenden Tag gab es gleich mehrere beachtliche Landschaften zu sehen: selbst auf dem Weg von Ort zu Ort wechseln sich gewaltige Berge, endlos scheinenden trockene Flächen oder einfache Wiesen- und Hügellandschaften ab und den größten dieser Berge sahen wir uns ein wenig genauer an: Mt. Cook. Da es sich hierbei um den höchsten Berg Neuseelands handelt, liegt dort auch zur Sommerzeit Schnee, was den Berg zu einem beliebten Ski-Ort macht.

Nachdem wir ein paar kleinere Spaziergänge in der Umgebung um Mt. Cook unternommen hatten, fuhren wir weiter zum Örtchen Wanaka. Wir verbrachten einen bequemen Abend in einem der Irish-Pubs (der den wohl coolsten Eingang zur Toilette besitzt, siehe Bilder) und nachts machte ich es mir wieder im Auto ‚bequem‘.

Advertisements
von lenstolz

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s