Roadtrip Part 2: Queenstown – Akaroa – Christchurch

Nachdem wir noch einen kleinen Stopp bei „Puzzling-World“ eingelegt hatten, ging es mit Vorfreude und einem steifen Nacken (jaa, ich freute mich nun wirklich auf ein richtiges Bett) weiter zur Party-Hochburg Neuseelands: Queenstown. Ich würde sagen, dass es keine einzige Person unter 30 hier gibt, die dieses Städtchen nicht liebt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Städten in Neuseeland liegt hier der Schwerpunkt auf dem Nachtleben und den Aktivitäten. Es gibt unzählige Bars und Clubs sowie andere Möglichkeiten sein Geld auszugeben wie beispielsweise Bungy-Jumps, Speed Boats, Frisbee-Golf etc. Ein weiteres Highlight ist auch der sogenannte „Ferg-Burger“, ein wirklich leckerer, riesiger Burger, den man einfach probieren muss (vielleicht nicht gerade vorm Bungy-Springen).

Wir verbrachten zwei Tage in Queenstown, hielten es aber im Rahmen, da wir nicht so erpicht darauf waren, allzu viel Geld liegen zu lassen. Teil dieses Plans war übrigens auch als Abendessen die kostenlose Gemüse-Suppe meines Hostels zu essen. Diese stellte sich unglücklicherweise als unglaublich scharf heraus und so keuchten wir alle bei jedem Löffel gemeinsam vor uns hin. Sparen erfordert eben Disziplin.

Nach diesem Zwischenstopp ging es weiter nach Akaroa, einer Halbinsel südlich von Christchurch. Diese Fahrt nahm nun knapp sieben Stunden auf sich und sollte deutlich aufregender verlaufen, als erwartet. Kaum hatten wir nämlich die letzten Dörfer in der Umgebung um Christchurch hinter uns gelassen, beschloss die Tank-Anzeige in Rekordgeschwindigkeit ihre letzten Balken zu verlieren. Es wollte so bald jedoch weder Dorf noch Siedlung noch sonst was mit einer Möglichkeit auf eine Tankstelle auf unserem Weg liegen. Das Auto schaffte es also zum nächsten Ort, wo die Tanke natürlich vor knapp einer Stunde geschlossen hatte. Wir wurden nun doch langsam etwas nervös und fuhren schnell weiter. Es folgte ein steiler Berg, es ging lange aufwärts, dann lange abwärts. Endlich eine große Tankstelle! Sie war noch offen, jemand tankte gerade. Oder versuchte es zumindest. Denn wie sich herausstellte, hatte das Gerät gerade den Geist aufgegeben und auch hier war nichts zu holen. So blieb uns nichts anderes übrig, als bis nach Akaroa zu fahren, wo wir dann endlich tanken konnten. Nachdem wir voll getankt hatten, ließ sich errechnen, dass wir noch knapp zwei Liter übrig gehabt hatten, kein Grund zur Panik also…

Die restliche Zeit in Akaroa konnten wir leider nicht vollauf genießen, da es sich zwar wirklich mal wieder um ein niedliches Plätzchen handelte, das Wetter aber eine gute Spur zu feucht war (ja, der Sommer geht langsam zu Ende). Wir besichtigten ein wenig die Läden und die Umgebung und machten uns dann schließlich auf den Rückweg nach Christchurch.

Christchurch dürfte wohl klar eine der größten Städte in Neuseeland sein. Es war vor wenigen Jahren auch sicherlich eine der schönsten und interessantesten Städte hier, doch nachdem es 2008 zwei wirklich grausame Erdbeben erleiden musste, ist gerade das Zentrum der Stadt nur noch ein instabiler Trümmerhaufen. Diese sogenannte „Red Zone“ darf nicht auf eigene Faust betreten werden und befindet sich immer noch im Wiederaufbau. Dies war wohl wirklich ein schwerer Schicksalsschlag für Christchurch, viele Reisende bekommen ein geradezu depressives Gefühl angesichts der Schäden, es gibt aber freilich auch Bustouren durch die Red Zone (ja, Neuseeländer verstehen es einfach, aus allem ein Touristen-Ziel zu machen).

Wir schlenderten also an unserem letzten gemeinsamen Tag an diesen zerstörten Gebäuden vorbei, besuchten den ‚Container-Markt‘ (das Shopping-Zentrum, alle Läden dort stecken in verschiedenen Containern) und den botanischen Garten.

Dieser Roadtrip war wirklich eine lustige Abwechslung, sehr empfehlenswert. Man sollte nur den Benzin-Stand immer im Auge behalten, da man hier in Neuseeland nie weiß, wann man wieder tanken kann.

Letzte Woche habe ich nun wieder in Kaikoura verbracht und in der Sunrise Lodge gearbeitet, da meine eigentlichen Pläne nicht so ganz geklappt haben und man wirklich nicht einfach mal spontan in Christchurch bleiben will. Ich musste bereits zwölf Hostels anrufen, um eine Unterkunft für die darauffolgende Nacht bekommen zu können. Ab heute werde ich dann in Christchurch für ein paar Tage bei einem neuseeländischen Pärchen ‚couchsurfen‘ und am Donnerstag werden mich meine Mutter und meine Tante besuchen!

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von lenstolz

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