Road Trip with my mum and my aunt – Part 1: Dolphin Swimming in Kaikoura & Chinese Lantern Festival in Christchurch

Es gibt viele Vorteile, die mein Backpackerleben mit sich bringt. Ein eigenes Zimmer zu besitzen, gehörte bisher noch nicht dazu, doch die (knapp) letzten zwei Wochen änderte sich dies. Das Reisen mit meiner Mutter und meiner Tante sollte eine Spur luxuriöser als üblich verlaufen, womit ich mich natürlich nur seeehr schweren Herzens abfinden konnte.

Ich hatte uns in den Tagen vor Reisebeginn grob eine Tour durch den Süden der Südinsel zusammengestellt und so starteten wir am ersten Tag mit unserem Mietwagen nach Kaikoura, wo uns am nächsten Morgen in aller Früh – gegen 5 :30 Uhr morgens – der erste Programm-Punkt erwartete: Im Pazifik mit wilden Delphinen schwimmen.

Da wir nicht so recht wussten, was uns da nun erwartete, waren wir ein wenig nervös. Diese Nervosität wich jedoch mehr und mehr einer gewaltigen Begeisterung, nachdem wir mit unseren Swim Suits samt Taucherbrille, Schnorchel und Schwimmflossen eingekleidet worden waren, ein paar allgemeine Informationen bekamen und schließlich mit dem Schiff aufs Meer starteten. Als es endlich ein wenig heller wurde, erreichten wir auch bald die erste Stelle mit Delphinen. Diese Dusky Delphine waren nun wirklich völlig freie Wildtiere – weder trainiert noch gefüttert noch sonst wie auf uns vorbereitet. Dies birgt auch das Risiko der Tour: Selbst die Tour-Guides können vorher nicht sagen, ob die Tiere in Spiellaune sind oder lieber in Ruhe gelassen werden wollen. Man sollte einfach versuchen, mit möglichst interessanten bzw. absurden Geräuschen ihr Interesse zu wecken. Wir hatten Glück. Sobald unsere etwa 20koepfige Schwimm-Gruppe ins Wasser begeben hatte, konnten wir auch schon die ersten Delphine unter uns vorbei schwimmen sehen, ein wirklich atemberaubender Anblick! Im ersten Moment war ich zugegebenermaßen erschrocken, aber bald darauf versuchte ich, mit diesen Meeresbewohnern Kontakt aufzunehmen. Mit Erfolg! Meine jämmerlichen Versuche, so etwas wie einen Schrei eines Delphins nachzuahmen (was aber wohl mehr wie ein überdrehtes Eichhörnchen geklungen hat), brachten einige Tiere dazu, mit mir in Kreisen zu schwimmen. Es war ein verrücktes Gefühl und ich bereue es heute noch, keine kleine Unterwasser-Kamera dabei gehabt zu haben, es wäre es auf jeden Fall wert gewesen! Glücklicherweise haben sich die Delphine nach dem Schwimmen auch noch von ihrer verspieltesten Seite gezeigt, sodass ich beispielsweise auch ein Video vom berühmten ‚Dusky Dolphin Backflip‘ aufnehmen konnte (siehe Videos).

Nachdem wir uns von diesem knapp dreistündigen Abenteuer erholt hatten, statteten wir einem neuseeländischen Künstler einen Besuch ab, da man sich in seiner Werkstatt eine eigene Kette aus Rinderknochen anfertigen konnte. Er zeigte uns verschiedene Symbole, die wir anfertigen konnten und half uns dann natürlich auch eine Menge bei dem Anfertigen dieser Ketten. Es war interessant, zu sehen, wie man ein solches Schmuckstück anfertigen kann, schließlich bekommt man solche Maori-Souvenirs überall in Neuseeland angeboten. Ironischerweise sind die meisten davon – welch Überraschung – ‚made in China‘.

Als ob unser Tag nun nicht schon erfolgreich und ereignisreich genug gewesen wäre, fand auch gerade das ‚Chinese Latern Festival‘ in Christchurch statt, als wir gegen Abend dort ankamen. So schlenderten wir also noch ein wenig über das Festival-Gelände – vorbei an Massage-, Essens- und Spielzeug-Buden sowie der großen Hauptbühne, auf der Kampfsport praktiziert wurde und verschiedene asiatische Bands spielten. Eine kleinere Bühne, auf der man Karaoke singen konnten und auf der überwiegend weibliche ‚Sängerinnen‘ in extremst schrillen Tönen vor sich hinkreischten, durfte natürlich auch nicht fehlen.

Was für ein Tag!
So, nun geht es für mich ins Kloster der „Brothers of St. John“ in Christchurch bis Ende der Woche. Ich werde versuchen, mich möglichst bald wieder zu melden.

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