Roadtrip with mum and aunt Part 4: Stewart Island, Invercagill & Nugget Point

Was könnte eine schönere Form des Reisens sein, als über eine der wildesten Wasserwege weltweit mit einem Boot zu preschen, sodass man Gefahr läuft, sein Frühstück sich wieder durch den Kopf gehen zu lassen? Richtig, so ziemlich alles. Der nächste Halt auf unserer Reise war nun Stewart Island, das man nur über den Luftweg oder eben mit dieser berüchtigten Bootsfahrt erreichen konnte. Wir hatten jedoch Glück, die Tasmansee war vergleichsweise ruhig.

Stewart Island ist die drittgrößte Insel Neuseelands und doch nicht einmal so groß wie das Saarland. Man kommt mit dem Schiff in der einzigen Siedlung der Insel, genannt Oban, an. Sie zählt gerade einmal 600 Einwohner, die damit also quasi die Insel für sich haben.

Wir hatten den ganzen Tag Zeit, die Stewart Island zu erkunden und so buchten wir zuerst eine kleine Busrundfahrt. Wieder einmal wurde uns die Beschaffenheit der Insel von einem gut gelaunten Busfahrer mit ein paar flotten Sprüchen näher gebracht. Es gab viele Strände zu sehen und wie immer tolle Aussichten zu genießen.

Dies alles wurde aber schließlich noch übertroffen, als meine Tante und ich noch mit einem „Water Taxi“ zu einer kleinen und diesmal wirklich fast zu 100 % naturbelassenen Insel fuhren: Ulva Island. Diese wirklich kleine Insel wurde vor vielen Jahren nach einem Ausrottungsprogramm für rattenfrei erklärt, weswegen hier bereits fast ausgestorbene Vogelarten wieder angesiedelt wurden. Unser Water-Taxifahrer, der einen äußerst benebelten Eindruck machte und für den alles „total eeeeasy“ war, machte für uns eine Sonderfahrt und gab uns auch gleich eine Broschüre mit, mit der wir die besonderen Vögel dort erkennen konnten.

Glücklichen Touristen sind hier schon Kiwis über den Weg gelaufen, doch auch an normalen Tagen kann man auf das Entdecken von vielen faszinierenden Vögeln hoffen. So betrieben wir also noch eine kleine Vogel-Safari, schlichen uns durch das Dickicht, hörten auf die zahlreichen und prächtigen Rufe, die aus allen Wipfeln schallten. Da wir recht spät auf die Insel gefahren waren, waren wir auch wirklich die einzigen, die noch in diesem unglaublichen Regenwald unterwegs waren. Wir verstummten in voller Konzentration, sobald wir etwas rascheln hörten oder irgendeinen Piepmatz vorbei hüpfen sahen und jeder fotografierte Vogel wurde sogleich im Handbuch nachgeschlagen (wer jemals Pokémon gespielt hat, wird die Faszination verstehen). Dabei trafen wir auf mehrere der recht häufigen Arten, durften jedoch auch einem der seltesten Papageien der Welt dabei zusehen, wie er sein Geschäft verrichtete, immerhin!

Am nächsten Tag nahmen wir uns die Zeit, Invercagill und dessen Queenspark zu besichtigen. Nachdem wir eine weite Auswahl an Vogelarten am vorherigen Tag genießen durften, gab es hier nun in einem kleinen Tierpark die Echsenart Tuatare zu sehen, deren Vertreter bereits vor 200 Millionen Jahren existierten, sowie Kangaroos, Lamas und noch mehr Vögel. Vor allem mit dem dortigen Kakadoo konnte ich mich gleich anfreunden; er biss auf seinem Zaun rum, als ich ein Foto von ihm machen wollte und ließ sich streicheln.

Dieser entspannten Stadt-Erkundung folgte eine Weiterreise, die uns doch noch den ein oder anderen Nerv kostete. Wir machten uns nun auf, langsam wieder an der Ostküste entlang Richtung Norden zu fahren. Auf diesem Weg wollten wir den sogenannten Nugget Point besuchen, ein Kap an der Küste der Region Otago. Doch dieses Kap zu finden, stellte sich als unerwartet schwierig heraus, da wir vier Karten besaßen, die sich alle bei der Straßenführung widersprachen. So ging es über Wege, die offensichtlich nicht für den normalen Verkehr gedacht waren und vorbei an Wegweisern, die eher Verwirrung stifteten als wirklich halfen. Wie immer war das ansehnliche Fleckchen die wilde Fahrt am Ende jedoch wert.

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