Last part of the Roadtrip with mum and aunt: Dunedin, Pinguin watching on Otago Peninsula & the Moeraki Boulders

Neuseeland investiert viel in den Tourismus. Dieser scheint gerade jetzt noch einmal eine Hochphase zu erleben, bevor es gegen Ende Mai wohl vergleichsweise leer hier wird. Daher muss man auf seinen Reisen vieles im Voraus buchen und planen (was ich ja mal gar nicht cool finde), ansonsten bekommt man einfach schlicht und ergreifend gar kein Bett mehr in der gewünschten Stadt.

Dies widerfuhr uns, als wir versuchten, zwei Tage vor Anreise ein Zimmer in Dunedin für eine Samstag-Nacht zu bekommen. Alles war ausgebucht und so mussten wir die Route diesem unglücklichen Umstand ein wenig anpassen. Doch nun war es so weit; wir brachen relativ früh von unserem Hotel im winzigen Kaff Milton auf und machten uns daran, Neuseelands viertkulturreichste Stadt zu besichtigen.

Dunedin war einst aufgrund eines Goldrauschs die reichste Stadt Neuseelands und kann daher ein paar wirklich prächtige Bauwerke aufweisen. Im achteckigen Zentrum der Stadt, das passenderweise Oktagon genannt ist (und kostenloses Wlan besitzt, yiha!), kann man das Rathaus, die St. Paul’s Cathedral sowie die Kunstausstellung Dunedins bewundern. Als weiteres Highlight sahen wir uns danach die berühmte „Dunedin Railway Station“ an, die eines der schönsten Gebäude Neuseelands sein soll.

Da wir also tourismus-mäßig schon gut in Fahrt gekommen waren, gab es einen weiteren Ort, den wir natürlich nicht verpassen durften: Baldwin Street, die – laut Guinness-Buch der Rekorde – steilste Straße der Welt. Dunedin, was übrigens gälisch ist und passenderweise ‚Festung am Hügelhang‘ bedeutet, hat ja so manche steile Straße, aber diese hatte es wirklich in sich.

Nachdem wir also den etwas ruhigeren Teil unseres Sightseeings abgeschlossen hatten, fuhren wir raus auf die Otago Peninsula, eine Halbinsel östlich von Dunedin. Wir hatten eine Pinguin-Tour beim „Penguin Place“ gebucht und verfuhren uns natürlich ordentlich (wobei die sich wieder einmal widersprechenden Karten auch keine große Hilfe waren), doch kamen gerade noch rechtzeitig an. Es war eine einmalige Möglichkeit, Pinguine zu sehen: Man hatte hier verdeckte Tunnel um ein Pinguin-Gebiet angelegt, sodass man die Tiere dann an den entsprechenden Stellen aus einer Luke heraus beobachten konnte, ohne dass diese verängstigt wurden. Ein paar Pinguine traf man auch in der Nähe des Strandes auf einer Wiese, wo man dann vorsichtig gebeugt an ihnen vorbei zu schleichen hatte.

Am nächsten Morgen stand nun der letzte Höhepunkt unserer Reise an: Die Moeraki Boulders am Koekohe Beach der Ostküste. Diese faszinierenden Gesteinsbrocken besitzen eine besonders harte Ummantlung aus verschiedenen Mineralien, sodass sie Stück für Stück aus den Felsen der Küste freigespült werden. Bezeichnend für den krassen Tourismus hier in Neuseeland war übrigens wieder, dass man an der Treppe hinab zum Strand um einen 2-Dollar-Eintritt gebeten wurde.

So ging es also im Anschluss daran wieder weiter Richtung Norden nach Christchurch, da das Ende unserer kleinen Reise nahte. Wir bemühten uns diesmal, nicht wieder zur späten Stunde (hier in Neuseeland etwa 7 Uhr abends) am Hotel anzukommen, doch aufgrund einer Straßen-Sperrung – bedingt durch die Erdbeben vor knapp zwei Jahren – ging es doch wieder etwas länger. Unser letztes Hotel war eine ganz süße Unterkunft im Stadtteil Sumner mit dem passenden Namen „Le petit Hotel“. Wir genossen daher noch ein wenig den nahe gelegenen Strand und besichtigen am letzten letzten Tag noch das Zentrum von Christchurch, um ein wenig zu shoppen.

Auch am Tag der Abreise ließ sich noch ein wenig etwas unternehmen. Nachdem wir das Auto abgegeben hatten, besuchten wir noch das „Antartic Center“ in der Nähe des Flughafens, wo man eine Menge interessanter Infos zur Antarktika bekam, aber auch Pinguine sehen und eine Schneesturm-Simulation ausprobieren konnte. Gegen 16 Uhr an diesem Dienstag, den 12.03., hieß es dann nach knapp zwölf Tagen schließlich wirklich wieder Abschied nehmen, was nicht allzu leicht viel. Umso mehr, als ich in mein Hostel zurück ging und mir erst einmal alles ein wenig sehr schäbig vorkam (danach ging es dann ins Kloster, was glücklicherweise wieder eine deutliche Steigerung war).

Fazit: 2700 Kilometer gefahren, zwei Strafzettel kassiert (wegen zu langen Parkens in Dunedin), hunderte überfahrene Possums gesehen, nie im Auto schlafen müssen, unzählige faszinierende Tiere und Orte gesehen, von alledem 2600 Bilder geschossen (nur meine eigenen), die es auszusortieren galt und in diesen zwölf Tagen den wohl schönsten Urlaub bisher verbracht. Danke für diesen tollen Trip, Mutti und Brigit!
Bis bald,

Len

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