Abel Tasman National Park – A little Visit to a Hiking Paradise

 

 

Wer ein paar Tage durch ein Stückchen fast unberührte, wunderschöne Natur wandern möchte, sollte den Abel Tasman Coast Track an der Nordküste der Südinsel Neuseelands ausprobieren.

 

Ich begann meinen Trip, indem ich am Mittwoch-Morgen von meinem Hostel im Ort Motueka (etwa 30 Kilometer vom Park entfernt) mit einer Art Shuttle-Bus nach Marahau fuhr, von wo aus man den Coast Track starten kann. Wenn man den gesamten Track laufen möchte, lässt man sich entweder zuerst vom Water Taxi kurz vors Ende des Tracks bringen (da der Weg nur in eine Richtung führt) und läuft dann die knapp 40 km runter bis zum eigentlichen Startpunkt oder man läuft erst und nimmt danach das Boot. Man kann natürlich auch einfach nur einen Teil des Weges an einem Tag bewältigen und es dabei belassen. Das war mir aber zu langweilig und so ließ ich mich vom Water Taxi ans Ende des Coast Tracks bringen. Da ich recht spontan mir erst die Woche davor Gedanken zu diesem Trip gemacht hatte, musste ich meinen täglichen Wanderabschnitte von den verfügbaren Hütten abhängig machen (da ich mir nichts extra für diese eine Aktion ein Zelt und eine Matratze kaufen wollte). Dies stellte sich dann doch als recht ungeschickt heraus, da ich am ersten Tag deswegen sechs Kilometer bewältigte, gefolgt von zwölf und schließlich 24 Kilometern am letzten Tag. Das größte Problem dabei war jedoch nicht unbedingt das Wandern, da der Weg relativ angenehm zu bewältigen war, sondern vielmehr der schwere Rucksack auf meinen Schultern, in dem ich meine Ersatzkleider, Schlafsachen, die Verpflegung für die drei Tage (da man hier natürlich nichts kaufen konnte) sowie die restliche Ausrüstung mitschleppen musste.

 

Nachdem ich also auf dem Hinweg mit dem Water Taxi auf dem Wasserweg sehen konnte, was alles auf mich zukommen würde, begann ich den Track sehr motiviert am ersten Tag. Am ersten Mai beginnt hier in Neuseeland nun der Winter – dadurch schien zwar die Sonne, aber die Temperaturen waren sehr angenehm (und ich erwischte bestes Wetter!) und es waren nicht allzu viele Menschen unterwegs. Man konnte also einfach sein eigenes Ding durchziehen. Ich war recht glücklich, dass ich alleine wanderte, so konnte ich Pausen für Fotos, zur Erholung meines Rückens oder für ein erfrischendes Bad in der Tasmanischen See einlegen, wann immer ich wollte. Es gilt übrigens auch, die Zeiten für Ebbe und Flut zu überprüfen, bevor man losgeht, denn drei Teile des Weges sind nur bei Ebbe zu überquerbar.

 

An den ersten beiden Tagen ging alles glatt; ich war zur richtigen Zeit an der Stelle, die man nur bei Ebbe überqueren konnte (wo man dann unzählige kleine Krebse über den Sand huschen sah) und konnte die abwechslungsreiche Flora und Fauna in den Wald- sowie den Sandstrandabschnitten bewundern.

 

In den Hütten wiederum wurde nicht allzu viel bereitgestellt: es gab weder Duschen (dafür musste ein tägliches Bad im Meer her halten), noch Strom oder Bettzeug. Man musste sich mit gefiltertem Wasser, einer dünnen Matratze und Toiletten begnügen. Ich stellte am ersten Abend fest, dass die Milch, die ich dabei hatte, nicht komplett zu ging und so war die Hälfte bereits in meinen Klamotten und entwickelte einen recht widerlichen Gestank. Dies war bereits das dritte Mal, das meine Milch ausgelaufen ist. Egal, welche Sorte oder Marke, immer das gleiche. Ich bemerkte in der ersten Nacht dann auch gleich, dass wir eine Maus im Zimmer hatten, die hat sich sicherlich über den Geruch gefreut. Ansonsten unterhielt man sich in den Hütten ein wenig und packte dann zum Abendessen auch gleich schon die Taschenlampe aus, da es ab 18 Uhr schon dunkel wurde.

 

Am dritten Tag wurde es dann schließlich anstrengender: es lang unerwartet viel Weg vor mir und das Essen ging auch langsam zur Neige. Gestärkt von ein bisschen Müsli mit Wasser zum Frühstück und einer Banane und Müsli-Riegeln über den Tag hinweg, wanderte ich meine 24 Kilometer. Mit einigen Pausen dauerte dies über acht Stunden und ich war froh, als ich zwar ordentlich verstochen von den miesen Sandflies, aber gerade noch rechtzeitig vor Schließung meines Hostels in Marahau in der Dämmerung um kurz vor sechs ankam.

 

 

Man hätte die Wanderung wohl etwas besser und vor allem früher planen können, doch alles in allem habe ich es sehr genossen, bei strahlendem Sonnenschein am Strand entlang und durch das Dickicht des Waldes zu laufen. Was bleibt, ist eine schöne Erinnerung an die Landschaft und die Erkenntnis, dass die Neuseeländer einfach nicht fähig sind, ihre dämlichen Milchtüten mit einem funktionierenden Verschluss auszustatten.

 

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