The Amazing City of Hong Kong

Mit einer gewaltigen Verspätung kommt jetzt noch der Bericht zu meinem letzten Stopp: Hongkong.

Nach all dem recht unkomplizierten Reisen in Neuseeland/Australien war Asien wirklich im ersten Moment erst mal ein Schock in vielerlei Hinsicht. Während ich mich beispielsweise recht bald gut in Neuseeland zurecht finden konnte, wirkte diese Sonderwirtschaftszone Chinas so vollgestopft und unübersichtlich auf mich, dass ich meine Ziele auch mit Hilfe von Google Maps nur schwer finden konnte. Das beste Beispiel war sogleich das Hostel: es hat prinzipiell eine gute Lage, nah zur U-Bahn und in einem Shopping-Viertel, der Causeway Bay, doch ich konnte es nur finden, da ich die genaue Adresse hatte. Von außen wirkte das Gebäude nur wie eine von vielen mehrstöckigen Wohnungen und nur mit Mühe konnte ich aus einem der Bewohner herausbekommen, dass sich mein Hostel im dritten Stock befand. Dies alles wurde noch verkompliziert von dem Umstand, dass es einerseits 9 Uhr abends und andererseits 35 Grad heiß war und ich einfach nur noch verzweifelt auf eine kalte Dusche hoffte.

Diese Suche nach dem Hostel sollte nur ein Vorgeschmack für die folgenden Tage sein. Ich verbrachte wirklich eine Menge Zeit einfach nur damit, verwirrt bis verärgert nach meinem Zielort zu suchen. Als ich mich schließlich langsam an diese Art von Großstadt gewöhnt hatte, probierte ich auch simple Dinge des Alltags in ihrer asiatischen Form aus, wie z.B. ein Besuch im Kino, im Waschsalon und beim Friseur. Das Kino war recht angenehm, ich sah mir „Hangover Part III“ an und konnte problemlos folgen, da der Film im englischen Originalton und lediglich mit chinesischen Untertiteln gezeigt wurde. Den Waschsalon besuchte ich lediglich, weil es höchste Zeit für mich war, nochmal Wäsche zu waschen, mein Hostel jedoch leider keine Waschmaschine aufwies. Ich gab die Wäsche also in einem Bündel am Morgen ab, sie wurde gewogen und ich hatte knapp 4 Euro zu zahlen. Als ich dann noch mit einem fragenden Blick darauf wartete, dass sie mir mitteilte, wann ich denn wiederkommen solle, wurde mir relativ unfreundlich „5 PM“ entgegen gebellt. Später bekam ich dann ein kleines Packet wieder, in dem meine Wäsche fein säuberlich zusammengelegt war. Schlimmer war dann doch der Friseurbesuch: Der Haarschnitt war ebenfalls äußerst billig, doch es fühlte sich leider auch genauso an. Der Asiate sagte kaum etwas und fuchtelte nur rasant an meinem Kopf mit einem Rasierer und eine Schere rum; meine Aussagen darüber, wie ich die Haare gerne hätte, wurden mit einem ungeduldigen und ignoranten Nicken abgetan. Es flogen überall Haare durch die Luft und vier Minuten später (kein Scherz) verließ ich den Laden auch schon wieder, nicht gerade völlig überzeugt.

Doch all dies machte diese außergewöhnliche Erfahrung aus: Hongkong ist wirklich noch einmal etwas völlig Neues für mich gewesen. Kulinarisch konnte ich natürlich allerlei interessante Sache ausprobieren, wovon vieles im ersten Moment vielleicht nicht allzu ansprechend aussah, doch am Ende meist sehr lecker schmeckte. Die Kommunikation war natürlich vergleichsweise deutlich schwieriger als in Neuseeland. Obwohl die Einwohner ja noch eher Englisch sprechen können sollten als sonst wo in Asien, fiel es mir oft schwer, die nötigen Informationen von Mitarbeitern oder Menschen auf der Straße zu erhalten.

Davon abgesehen war ich jeden Tag von morgens bis abends unterwegs und versuchte die gesamte faszinierende Bandbreite von Hongkong mitzunehmen: von den eng aneinander liegenden, zahllosen Wolkenkratzern auf Hong Kong Island über die älteren Einrichtungen und Straßenmärkte im Stadtteil Kowloon bis hin zu den großen Teilen der Natur wie z.B. auf der Insel Lantau mit dem größten sitzenden Buddha der Welt oder den Waldteilen der New Territories nahe der Grenze zu China. Ich war die meiste Zeit mit einem netten Franzosen unterwegs, der einen recht verpeilten Eindruck machte und sich deswegen immer gerne meinen Tagesausflügen anschloss.

Abschließend lässt sich nun sagen, dass dieser kleine Einblick in Asien wirkte wundervoll war und Lust auf mehr gemacht hat. Ich kann einen Abstecher nach Hongkong wirklich nur jedem weiterempfehlen! Man sollte sich aber definitiv ausreichend im Internet informieren.

So. Wohin geht’s jetzt? Amerika wär eigentlich mal ganz cool…

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von lenstolz

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