Kuala Lumpur

Endlich habe ich mir auch mal die Zeit an einem Wochenende genommen, um dem Nachbarland Malaysia einen Besuch abzustatten, also genauer gesagt der Hauptstadt Kuala Lumpur oder wie es jeder hier nennt: KL.

Dazu hab ich mich am Freitagabend in einen regionalen Bus geschwungen (wobei geschwungen leicht übertrieben ist. Mein Bruder hat bei seiner Weiterreise dort damals 5 Minuten gewartet, weil nichts los war. Ich hingegen durfte überraschenderweise 1 ½ Stunden warten, weil unfassbar viele Menschen den gleichen Plan wie ich hatten) und mich dann aufgemacht Richtung Kuala Lumpur. Ich hatte online kaum noch Tickets gefunden für meine Strecke, doch mein Freund Geriko meinte, dass ich mir darüber keine Sorgen machen sollte und einfach ohne ein vorher gekauftes Ticket los fahren sollte. Das tat ich dann auch und so saß ich irgendwann nach 22 Uhr in Johor Bahru, dem südlichsten Ort in Malaysia, den man mit dem regionalen Bus aus Singapur erreichen kann.

Selbstverständlich war der Plan gewesen, früher dort zu sein und selbstverständlich hatte ich nicht erwartet, dass man mir sagen würde, dass jetzt keine Busse mehr nach Kuala Lumpur Sentral mehr fuhren. Leider war aber genau dies der Fall und so musste ich improvisieren und den nächsten Zug nehmen. Man würde vielleicht meinen, dass das am Ende sogar die schnellere Option wäre, doch leider braucht ein Bus interessanterweise nachts etwa 5, 6 Stunden, wohingegen mein Overnight Train kernige 9 Stunden unterwegs sein würde, wie ich auf Nachfrage von einer Mitreisenden erfuhr. Yay.

So kam ich also um 7 Uhr morgens in KL an. Es war eine schreckliche Fahrt, der Zug war unglaublich stark runter gekühlt worden, was ich in meiner kurzen Hose und meinem dünnen Pullover nicht gerade angenehm fand. So hatte ich mehr oder weniger erfolgreich versucht eine Sitzposition zu finden, in der ich möglichst gut schlafen und wenig frieren würde. Im Hostel angekommen war dann natürlich meine Reservierung mittlerweile gecancelt worden. Doch da die Check-Out-Zeit 12 Uhr war, war es mir wert, das Zimmer noch einmal für ein paar Stunden zu buchen.

Nachdem ich knapp 2 ½ Stunden geschlafen hatte, traf auch bald meine Reisegefährtin Kat im Hostel ein. Sie hatte den ersten Flug aus Bangkok hierher genommen und so konnten wir gegen 12 Uhr unser Sightseeing starten.

Wir begannen mit einer Zugfahrt zu den Batu Caves, die 30 Minuten außerhalb von Kuala Lumpur liegen. Eine wirklich beeindruckende Höhle, wo ich schließlich auch zum ersten Mal in Südostasien wilde Affen zu sehen bekommen habe.

Als nächstes begaben wir uns zurück in die Stadt und arbeiteten uns durch zum sogenannten KL Tower und anschließend zum Wahrzeichen der Stadt, den Petronas Towers. Dort wartete wieder eine unangenehme Überraschung: Man würde meinen, dass es relativ einfach und unkompliziert wäre, die Petronas Towers zu erkunden. Dem ist leider nicht so. Dafür gibt es hingegen lediglich geführte Touren, die genau abgezählt sind. Als Kat und ich daraufhin beschlossen, die einzig verfügbare Tour des Tages zu wählen (es war 18 Uhr abends und die einzige Tour war um 20:30), war in dieser Tour lediglich nur noch ein Platz verfügbar.

So konnten wir nur die erste Tour des nächsten Tages wählen (um 9 Uhr morgens) und damit war dann auch schon der Start in den nächsten Tag geplant. Den Abend ließen wir schließlich noch mit ein bisschen Shopping und Abendessen in Chinatown ausklingen.

Der Ausblick der Petronas Towers war das frühe Aufstehen wert, so viel war klar. Es wäre vermutlich noch beeindruckender gewesen, das ganze bei Nacht zu sehen, aber auch im morgendlichen Nebel war es ein fantastischer 360 Grad Ausblick vom rechten Petronas Tower. Die Tour ging insgesamt 45 Minuten, wobei man zuerst auf die Brücke zwischen den Türmen geführt wird und danach hoch in den 87. Stock, also auf etwa 450 Meter Höhe, was die Petronas Towers übrigens zu den höchsten Zwillingstürmen der Welt macht.

Nachdem sich Kat bald darauf am Mittag wieder Richtung Bangkok aufgemacht hatte, ging ich alleine noch zum Kuala Lumpur Bird Park, der sich als mein persönliches Highlight des Trips herausstellen sollte. Es handelt sich dabei um den größten überdachten Vogel Park der Welt, Dementsprechend konnte man dort sehr einfach einen halben Tag verbringen.

Dabei kam man unzähligen Pfauen und viele andere gefiederten Wesen zum Anfassen nahe, es war wirklich beeindruckend! So etwas hatte ich noch nie gesehen, manchmal konnte einem da schon mulmig werden, wenn man beispielsweise mal kurz seinen Snack genießen wollte und einem Stück für Stück ein paar kleinkind-große, unbekannte Vögel auf den Leib rückten und auch ein Stück abhaben wollten. Genauso wie im Zoo gab es auch hier Fütterungen und Tiershows.

Jedem, der mal nach Kuala Lumpur kommt, sei damit dieser Park ans Herz gelegt. Aber auch die Petronas Towers und selbstverständlich auch die Batu Caves sind einen Besuch wert!

Mein Heimweg war dann deutlich entspannter. Ich konnte einen Bus buchen. Auch wenn dieser mit 1 ½ Stunden Verspätung ankam und auch nicht gerade ideal klimatisiert war, war er die  deutlich unkompliziertere, schnellere und auch bequemere Option.

Nun habe ich noch knapp eine Woche hier in Singapur, bevor es weiter geht nach Japan. Daher versuche ich noch ein paar letzte Sights in den nächsten Tagen abzuhaken.

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von lenstolz

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