Singapore – more than just a City

Abschließend möchte ich an dieser Stelle noch einmal jedem, der mal einen Abstecher nach Singapur plant, dazu raten, ruhig eine ganze Woche und nicht die klassischen zwei, drei Tage dort zu verbringen. Singapur hat wirklich eine Menge zu bieten, das sollte man über mehrere Tage verteilt in aller Ruhe genießen.

Mit den folgenden persönlichen Highlights könnte man diese Woche dann füllen:

  1. Man könnte den Aufenthalt entspannt an dem vermutlich schönsten Ort starten: den Gardens by the Bay. Hier kann man gemütlich einen Tag verbringen, indem man durch die kostenlos zugänglichen Gartenteile schlendert und zusätzlich noch den Flower Dome und den Cloud Forest besucht. Im Zentrum der Gardens kann man des Weiteren die Aussicht vom Sky Walk genießen. Gegen Abend kann man dann einerseits die wunderbare OCBC Garden Rapsody – Licht Show bei den Supertrees genießen und dann bequem 10 Minuten zum Marina Bay Sands laufen, um die Wonderful – Laser Show dort zu sehen (beide Shows finden 2 Mal pro Abend statt). Die Nacht lässt sich schließlich bei einem Bier auf dem Marina Bay Sands bei bester Aussicht ausklingen (oder man geht nur hoch für die Fotos, ohne etwas zu bestellen). Optional lässt sich auch die Aussicht vom – leider etwas teuren – Singapore Flyer genießen, der ebenfalls nicht weit weg ist. Der Blick auf die Skyline an der Waterfront ist wohl mein liebster Anblick in Singapur.
  2. Mit der Kombination aus Zoo und Night Safari kann man definitiv den Tag von morgens bis nachts füllen, Tiere non-stop! Der Zoo ist groß und bietet neben interessanten Shows auch tolle Möglichkeiten, verschiedenen Tieren hautnah zu begegnen. Auch die nachtaktiven Tiere in der Night Safari (liegt direkt neben dem Zoo) sind ein interessantes Erlebnis. Man sollte beim Rückweg darauf achten, dass man den letzten Bus erwischt, ansonsten wird es eine recht teure Heimfahrt mit dem Taxi. Das ist wirklich das einzige Problem mit dem öffentlichen Verkehr: wie wohl überall in Asien pausiert alles von 0 bis 6 Uhr morgens, leider auch die ansonsten überragende Metro.
  3. Einen ganzen Tag kann man auch ganz einfach auf der „Luxus-Insel“ Sentosa Island verbringen: hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Empfehlen kann ich den Adventure Cove Waterpark auf der Insel sowie das S.E.A Aquarium; allein mit diesen beiden lässt sich ein Tag leicht verbringen. Ansonsten gibt es dort auch den (leider nicht gerade günstigen) Universal Studios Park. Optional kann man den Tag am Wochenende dann auch oft mit einer ordentlichen Beach Party beenden. Unbedingt die Seilbahn benutzen, der Ausblick bei gutem Wetter ist das Geld wert.
  4. Für eine ordentliche Portion Natur kann man durch das MacRichtie Reservoir wandern. Je nach Route dauert das mehrere Stunden, aber besonders der Treetop Walk inmitten des Waldes ist einen Besuch wert. Man kann dort auf wilde Affen und angeblich auch Schlangen treffen.
  5. Innerhalb der Stadt gibt es natürlich einiges zu sehen. Man kann sich im Zentrum rumtreiben und die aufregende Kombination an beeindruckenden Wolkenkratzern genießen oder natürlich in der Orchard Road shoppen bis das Geld alle ist. Wer jedoch mehr Lust auf Kultur und Tradition hat, sollte das arabische Viertel (Sultan Mosque), Little India (verschiedene Tempel und das riesige Mustafa Center) oder Chinatown (weitere Tempel) besuchen. Gerade in Chinatown finde ich es interessant, wie einige Tempel inmitten von Wolkenkratzern zu finden sind.
  6. Nach all dem kann man sicherlich mal einen entspannteren Tag gebrauchen. Dafür eignet sich ein Besuch des Strandes des East Coast Parks oder natürlich Sentosa Island. Die Sonne sollte man hier übrigens nicht unterschätzen, es wird nicht ohne Grund Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor 80+ an verschiedenen Stellen verkauft.

Abschließend noch Tipps für die Feier-Wütigen: Feiern kann ganz schnell mal teuer werden in Singapur: teurer Eintritt (20 Euro) plus Taxi-Fahrt für den Rückweg, dazu noch ein Drink im Club für locker um die 10 Euro. Aber das muss nicht sein. Das Wichtigste ist, dass man die Lady’s Night am Mittwoch ausnutzt. Während Männer da dann immerhin oft gratis in den Club kommen, dürfen sich Frauen zusätzlich über bis zu 10 Gratis Getränke/Shots (Je nach Club, aber ein Gratis Getränk ist eigentlich immer drin) freuen. Attika und 1-Altitude (Sky-Bar mit Dancefloor) kann ich definitiv weiterempfehlen. Des Weiteren ist der Zouk am Wochenende wirklich einen Besuch wert: ein riesiger Club mit 3 verschiedenen Dance Floors. Wer mehr Lust auf eine Bar hat, wird entweder in der sogenannten Club Street fündig oder am Clark Quay, beides wirklich tolle Ecken. Und für den bekannten Singapur Sling geht man idealerweise ins Raffles Hotel, auch wenn man für den ollen Drink definitiv zu viel zahlen muss.

Bei dem Ganzen unbedingt auch die Garküchen mal ausprobieren. Gerade die sogenannten Hawker Center sind an vielen Ecken zu finden und bieten leckeres Essen für wirklich wenig Geld an, besonders erwähnenswert hierbei ist einerseits der beeindruckende Lau Pa Sat Festive Market und andererseits das Maxwell Food Center und der Tian Tian Hainanese Chicken Rice, der dort verkauft wird (vermutlich der beliebteste Reis in ganz Singapur. Leicht im Center zu finden, da dort immer eine wirklich lange Schlange dafür ansteht.). Auch um die Station Bugis wimmelt es von tollen Möglichkeiten, die verschiedensten Sachen zu essen.  Das National-Gericht ist die sogenannte Chilli Crab, die aber entgegen ihres Namens nicht wirklich scharf schmeckt, sondern einfach nur lecker, eine große Sauerei ist dabei programmiert. Und die Durian kann man mal probieren, damit man endlich weiß, wie das widerlich stinkende Ding denn schmeckt. Schmeckt okaay, finde ich.

Am Ende ist das teuerste an Singapur wohl einfach das Wohnen (eine Nacht im Marina Bay Sands gibt es so ab 200 Euro 😉 ), aber man kann auch recht erschwingliche Hostels finden, ich kann dabei das Green Kiwi Hostel empfehlen, das sehr sauber und anständig gelegen ist.

Singapur ist ein luxuriöser, geradezu westlich wirkender Fleck in Südostasien, der wohl kaum mit irgendwas anderem verglichen werden kann. Ich habe die Zeit dort sehr genossen und kann einen Besuch nur wärmstens empfehlen. Einfach mal hingehen und genießen! Und natürlich versuchen, sich an die vielen Regeln der Stadt zu halten, sonst wird es schnell mal teuer…

PS: Tipp am Rande: Lieber nicht in der Zeit um September/Oktober Singapur besuchen. Wer Pech hat, erwischt dann nämlich die Zeit, in der die Indonesier wieder mit ihren Waldbränden die ganze Umgebung einräuchern, auch Haze genannt (hatte ich in den ersten 1 ½ Monaten hier, war nicht ganz so lustig, wurden zeitweise auch Schulen geschlossen deswegen.)

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von lenstolz

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