Osaka (Part 2)

Weiter ging es zur sogenannten Korea Town, was sozusagen der Ersatz einer China Town war, da dafür wohl kein Bedarf scheint. Es handelt sich hierbei um eine kleine und – wie so oft – gut besuchte Gegend, die sich den Handel mit koreanischen Importen zur Aufgabe gemacht hat. Dabei gab es wieder alles Mögliche zu kaufen, angefangen von den skurrilen Fanartikeln der angesagtesten K-Pop Bands bis hin zu einer überraschend großen Auswahl an Tierkörperteilen. Besonders Schweine-Füße schienen sehr angesagt zu sein.

Der letzte größere Halt für mich war dann schließlich das schöne Gelände des Temmangu Schreins. Hier durfte man die traditionell-religiöse Art der Japaner schließlich nochmal in voller Aktion bewundern. Dabei ging es auch vergleichsweise recht dynamisch zu, da wurde beispielsweise erst an einem Rad gedreht und an einem klangvollen Zepter gezogen oder aber sich selbst mit einem hölzernen Hammer abgeklopft.

Auf dem Weg zurück zum Hostel wurde dann noch kurz eine Ramen geschlürft (sehr lecker, versteht sich) und schon ging es für mich (minimal gestresst) weiter Richtung Flughafen.

Abschließend würde ich gerne noch ein paar Dinge erwähnen, die mir in Japan aufgefallen sind und die man ruhig auch noch kurz erzählen kann, finde ich:

Die Japaner sind in meinen Augen ein sehr angenehmes Völkchen. Ich habe eigentlich fast nur positive Erfahrungen mit ihnen gemacht und würde jedem (der das nötige Kleingeld für das dieses teure Land übrig hat) eine Reise nach Japan empfehlen. Die Einwohner zeigen sich anscheinend sogar besonders offen und entgegenkommend, wenn man wenigstens einen winzigen Hauch von Japanisch zu sprechen versucht.

Das Essen, das ich gegessen habe, war meist sehr lecker. Es waren auch eigenartige Dinge dabei, bei denen ich nicht weiß, was es war und vielleicht auch lieber nicht wissen möchte. Okonomiyaki (eine Art Pfannkuchen) sowie Takoyaki fand ich okay, Ramen, Sushi sowie sämtliche andere Reisgerichte sehr lecker. Eine solide Alternative zum gerne mal teuren Essen in den Restaurants sind die Snacks, die man im Family Mart (oder zur Not auch im 7/11) bekommt. Die Buns und die Onigiri dort kann ich nur wärmstens empfehlen. Dies gilt meiner Meinung nach nicht für die ganzen Süßigkeiten mit „Grüner-Tee-Geschmack“ (z.B. Kitkat). Wer auch immer sich das ausgedacht hat: Was zum Henker.

Wer zufällig mal einen Kreditkarten-Automaten sieht, an dem auch ausländische Karten benutzen werden können, der sollte die Chance wohl nutzen. Die Geräte sind nicht unbedingt selten, aber es kann manchmal ein wenig dauern, bis man mal den nächsten ATM findet (die Chancen sind auch hier recht gut im 7/11 oder Family Mart). Noch seltener habe ich übrigens Wechselstuben gesehen, daher sollte man eine solche wohl eher direkt am Flughafen aufsuchen.

Mülleimer. Diese kleinen unscheinbaren Dinger sind in Japan besonders unscheinbar, wenn nicht gar unauffindbar. Ich verstehe nicht so ganz, wie die Straßen so sauber bleiben können, wo man doch wirklich manchmal einfach partout keinen Mülleimer findet (auch hier sind die kleinen Läden gerne mal die Retter in Not).

Zuguterletzt das wohl sonderbarste Highlight der Reise in meinen Augen: Man hört ja gerne von ulkigen Erfindungen Made in Japan und ich hatte daher vieles erwartet (und so manches gesehen). Aber nicht diese Toiletten. Es scheint wohl der japanische Standard zu sein, dass die Kloschüssel eine beheizte Sitzfläche hat, zu der dann noch verschiedene Funktionen hinzukommen. Beispielsweise verschiedene Möglichkeiten der Wasserreinigung, also die Auswahl der Strahlrichtung, -menge und selbstverständlich auch –stärke. Und für Leute, die sich auf einer öffentlichen Toilette (z.B. Mc Donald’s) ein bisschen mehr Privatsphäre in ihrer Kabine wünschen, gibt es dann selbstverständlich noch den „Privacy“-Knopf, der dann für ein klein wenig Lärm sorgt.

Also wenn das kein Grund für einen Japan-Besuch ist, weiß ich auch nicht. 😉

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von lenstolz

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