Osaka (Part 2)

Weiter ging es zur sogenannten Korea Town, was sozusagen der Ersatz einer China Town war, da dafür wohl kein Bedarf scheint. Es handelt sich hierbei um eine kleine und – wie so oft – gut besuchte Gegend, die sich den Handel mit koreanischen Importen zur Aufgabe gemacht hat. Dabei gab es wieder alles Mögliche zu kaufen, angefangen von den skurrilen Fanartikeln der angesagtesten K-Pop Bands bis hin zu einer überraschend großen Auswahl an Tierkörperteilen. Besonders Schweine-Füße schienen sehr angesagt zu sein.

Der letzte größere Halt für mich war dann schließlich das schöne Gelände des Temmangu Schreins. Hier durfte man die traditionell-religiöse Art der Japaner schließlich nochmal in voller Aktion bewundern. Dabei ging es auch vergleichsweise recht dynamisch zu, da wurde beispielsweise erst an einem Rad gedreht und an einem klangvollen Zepter gezogen oder aber sich selbst mit einem hölzernen Hammer abgeklopft.

Auf dem Weg zurück zum Hostel wurde dann noch kurz eine Ramen geschlürft (sehr lecker, versteht sich) und schon ging es für mich (minimal gestresst) weiter Richtung Flughafen.

Abschließend würde ich gerne noch ein paar Dinge erwähnen, die mir in Japan aufgefallen sind und die man ruhig auch noch kurz erzählen kann, finde ich:

Die Japaner sind in meinen Augen ein sehr angenehmes Völkchen. Ich habe eigentlich fast nur positive Erfahrungen mit ihnen gemacht und würde jedem (der das nötige Kleingeld für das dieses teure Land übrig hat) eine Reise nach Japan empfehlen. Die Einwohner zeigen sich anscheinend sogar besonders offen und entgegenkommend, wenn man wenigstens einen winzigen Hauch von Japanisch zu sprechen versucht.

Das Essen, das ich gegessen habe, war meist sehr lecker. Es waren auch eigenartige Dinge dabei, bei denen ich nicht weiß, was es war und vielleicht auch lieber nicht wissen möchte. Okonomiyaki (eine Art Pfannkuchen) sowie Takoyaki fand ich okay, Ramen, Sushi sowie sämtliche andere Reisgerichte sehr lecker. Eine solide Alternative zum gerne mal teuren Essen in den Restaurants sind die Snacks, die man im Family Mart (oder zur Not auch im 7/11) bekommt. Die Buns und die Onigiri dort kann ich nur wärmstens empfehlen. Dies gilt meiner Meinung nach nicht für die ganzen Süßigkeiten mit „Grüner-Tee-Geschmack“ (z.B. Kitkat). Wer auch immer sich das ausgedacht hat: Was zum Henker.

Wer zufällig mal einen Kreditkarten-Automaten sieht, an dem auch ausländische Karten benutzen werden können, der sollte die Chance wohl nutzen. Die Geräte sind nicht unbedingt selten, aber es kann manchmal ein wenig dauern, bis man mal den nächsten ATM findet (die Chancen sind auch hier recht gut im 7/11 oder Family Mart). Noch seltener habe ich übrigens Wechselstuben gesehen, daher sollte man eine solche wohl eher direkt am Flughafen aufsuchen.

Mülleimer. Diese kleinen unscheinbaren Dinger sind in Japan besonders unscheinbar, wenn nicht gar unauffindbar. Ich verstehe nicht so ganz, wie die Straßen so sauber bleiben können, wo man doch wirklich manchmal einfach partout keinen Mülleimer findet (auch hier sind die kleinen Läden gerne mal die Retter in Not).

Zuguterletzt das wohl sonderbarste Highlight der Reise in meinen Augen: Man hört ja gerne von ulkigen Erfindungen Made in Japan und ich hatte daher vieles erwartet (und so manches gesehen). Aber nicht diese Toiletten. Es scheint wohl der japanische Standard zu sein, dass die Kloschüssel eine beheizte Sitzfläche hat, zu der dann noch verschiedene Funktionen hinzukommen. Beispielsweise verschiedene Möglichkeiten der Wasserreinigung, also die Auswahl der Strahlrichtung, -menge und selbstverständlich auch –stärke. Und für Leute, die sich auf einer öffentlichen Toilette (z.B. Mc Donald’s) ein bisschen mehr Privatsphäre in ihrer Kabine wünschen, gibt es dann selbstverständlich noch den „Privacy“-Knopf, der dann für ein klein wenig Lärm sorgt.

Also wenn das kein Grund für einen Japan-Besuch ist, weiß ich auch nicht. 😉

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von lenstolz

Osaka (Part1)

Es dauerte gerade einmal knapp eine Stunde, um von Kyoto nach Osaka zu kommen. Nachdem Kyoto nur so von Japans traditioneller Kultur strotze, sollte es nun wieder etwas moderner werden, was auf jeden Fall hinsichtlich der Fortbewegung eine Verbesserung war. Und auch das Nachtleben in Osaka war selbstverständlich deutlich lebhafter. Wobei man dazu sagen sollte, , dass es in Osaka als einige der wenigen Städte tatsächlich ein paar Ecken geben soll, wo man sich angeblich nachts lieber nicht alleine rumtreiben sollte… Wie dem auch sei, uns ist nichts passiert und auch in Osaka fühlte ich mich wieder sehr wohl.

Es war relativ einfach, zu unserem Hostel zu kommen. Wir ruhten uns dort kurz ein wenig aus und begaben uns dann auf Empfehlung des Hostels hin zum Umeda Sky Building, wo wir bei bester Aussicht den Sonnenuntergang beobachten konnten.

Im Anschluss daran ging es weiter zur längsten Shopping-Meile Japans, der Tenjimbashisuji Shopping Street, die wir entlang schlenderten und uns unterwegs unser Abendessen holten. Diese Straße ist jedoch wohl eher tagsüber gut besucht und ich bekam den Eindruck, dass Osaka vielleicht doch deutlich früher als Tokyo Feierabend machen würde. Ich sollte jedoch recht schnell eines Besseren belehrt werden.

Die nächste Station war nämlich Americamura, auch bekannt als das Amerikanische Viertel. Hier war auch spät noch gut was los und man bemerkte recht schnell den jugendlichen und hippen Touch, den die Gegend verspricht. Das Ganze wird jedoch noch getoppt, wenn man dann noch etwas weiter südlich zum Dotonbori Kanal läuft. Dort trifft man auf das wahre Nachtleben in Osaka, nämlich im Minami Stadt Zentrum.

Hier drängen sich auch spätabends unter der Woche noch breite Massen an Menschen vorbei an den vielen Läden und Bars der Shinsaibashi Shopping Arcade. Ich war wirklich überrascht, wie viel hier auf einmal los war. Auch zum Feiern-gehen soll das wohl die beste Gegend in Osaka sein. Für mich stand das aber nicht zur Debatte, da ich den nächsten und letzten Tag in Japan noch anständig nutzen wollte. Bemerkenswert ist an dieser Stelle auch, dass man eigentlich nur eine Seitenstraße nehmen musste, um direkt vom größten Trubel in eine traditionelle Gegend samt Tempel zu kommen (Hozenji Yokocho).

Früh morgens ging es daher also wieder los und diesmal zum vermutlich bekanntesten Highlight der Stadt; dem Osaka Castle. Dieses Bauwerk war wirklich beeindruckend, leider hatte ich mit dem Jahresende ein schlechtes Timing gewählt, da viele Sachen in den letzten vier, fünf Tagen des Jahres geschlossen waren und so auch Osaka Castle.

von lenstolz

Kyoto (Part 2)

Danach entschied ich mich, wieder mehr in Richtung Zentrum zu gehen und meinen Bruder zu treffen. Auf dem Weg dorthin machte ich noch einen Abstecher auf dem sogenannten Nishiki Markt, eine Einkaufsmeile, die gut besucht war und alles Mögliche an Souvenirs und Essen zu bieten hatte.

Wir gönnten uns anschließend auch einen Besuch in einer Onsen, also in einem von natürlichen heißen Quellen gespeisten Bad. Wir besuchten dafür die älteste Onsen in Kyoto: Funaoka Onsen (der Vollständigkeit halber sollte man an dieser Stelle wohl anmerken, dass es sich dort aber leider nur um eine Sento handelte, also ein Bad, bei dem „nur“ normales Wasser erhitzt wird). Es war eine sehr interessante Erfahrung: Männer und Frauen wurden direkt nach dem Eingang getrennt. Es ging erst in die Umkleide, wo man seine Sachen einschloss. Danach wurde sich mit einer Schüssel grob gewaschen. Im der eigentlichen Einrichtung wurde das dann noch gründlicher gemacht, bevor man ins heiße Wasser ging.

Es war spannend zu sehen, wie sich viele der älteren Herren (die übrigens deutlich die Mehrheit ausmachten) gemütlich und in aller Freizügigkeit dort auch gleich noch rasierten und miteinander quatschten. Als nächstes ging es also in das heiße Wasser. Es gab dabei verschiedene Becken: ein normales, ein blubberndes Bad und ein weiteres, elektrisch geladenes. Das klingt jetzt natürlich erst mal seltsam. Und genauso hat es sich angefühlt, durch dieses knisternde Wasser durchzuschwimmen (freundlicherweise gab es sogar auf Englisch an der Seite einen Hinweis, dass man diese Becken meiden sollte, falls man unter Herzproblemen litt). Eine Sauna Raum mit Abkühlbecken komplettierte die Auswahl vor Ort.

Ich hatte auch Bedenken, dass ich mit meinem Tattoo möglicherweise böse auffallen würde (in Japan ist das speziell für die ältere Generation ein absolutes No-Go, viele verbinden damit auch heute noch die japanische Mafia, weswegen man oftmals nicht mit Tattoos in die Onsen rein darf). Und ich hatte auch den Eindruck, dass wir nicht zwingend herzlich aufgenommen wurden von den anderen Gästen. Als ich jedoch im Ausgang versehentlich eine halbe Schüssel kaltes Wasser über meinen hinter mir stehenden Bruder schüttete, lachte ein älterer Herr neben uns darüber. Das hat mich dann doch etwas beruhigt.

Unser Hostel lag in der Nähe von Gion, dem wohl bekanntesten Viertel, um Geishas zu entdecken. Daher nahmen wir einen kleinen Umweg durch dieses Viertel, aßen dort zu Abend und sahen uns in diesem weiteren schönen Viertel um. Leider hatten wir aber nicht das Glück, einer dieser berühmten Unterhaltungskünstlerinnen über den Weg zu laufen.

Da mir dieser eine Tag einfach nicht genug gewesen war, um auch nur annähernd die breite Masse von Kyotos Kultur zu sehen, beschloss ich, dass wir etwas später als geplant nach Osaka weiterreisen sollten und verbrachte stattdessen lieber den nächsten Morgen damit, eine weitere Ecke in Kyoto zu besichtigen. Das war definitiv keine falsche Entscheidung.

Diesmal ging es Richtung Norden, zum wohl bekanntesten (und meiner Meinung nach auch beeindruckendsten) Tempel, dem Kinkaku-ji Temple, auch bekannt als Goldener Pavillon. Diese goldfarbige Einrichtung ist definitiv sein Eintrittsgeld wert. Ähnliches gilt auch für das Gelände des Ninna-ji Tempelkomplexes, der etwa 30 Minuten zu Fuß vom Kinkaku-Ji entfernt liegt. Auch hier gehören verschiedene Teile zu Japans Nationalschatz.

Im Anschluss daran ging es zurück zum Hostel und spontan mit dem Taxi zum Bahnhof. Der Taxi-Fahrer war ein überraschend gesprächiger Japaner, der aufgrund seines Studiums in den USA einigermaßen verständliches Englisch sprechen konnte (nach eigener Einschätzung: „Hervorragend für einen Japaner!“) und meinen Bruder und mich allein schon dafür mochte, dass wir Deutsche sind, da man in Deutschland ja eine besonders intelligente Atom-Politik verfolge, im Vergleich zu seinem eigenen Land.

Vom Bahnhof ging es dann mit dem Zug weiter zur leider schon (vorerst!) letzten Station in Japan für mich: Osaka!

 

von lenstolz

Kyoto (Part 1)

Wir kamen gegen 6 Uhr morgens in Kyoto an. Leider hatte ich es versäumt, den Weg von der Bushaltestelle zum Hostel nachzugucken. Wir hatten also keine Ahnung, wo wir waren, geschweige denn, wo wir hin mussten. So orientierten wir uns einfach ein wenig an den Ortsschildern und nachdem wir endlich auf unserem Weg einen Family Mart mit dem üblichen gratis WLAN (ein weiterer Vorteil in Japan – fast überall gibt’s gratis WLAN!) gefunden hatten, ging es noch ein kleines Stück weiter mit dem Gepäck und auf halb 8 waren wir dann auch beim Hostel und gönnten uns recht bald dort im dazugehörigen Café erst mal ein Frühstück.

Während mein Bruder, der bereits schon einmal in Kyoto gewesen war, sich nun erst einmal für die weiteren Stunden zur Erholung zurückzog, plante ich meinen Tag und zog gegen 10 Uhr morgens los.

Unser Hostel hatte eine gute Lage, sodass ich von dort aus direkt die erste Tour zu Fuß starten konnte, nämlich durch Southern Higashiyama. Hier zeigte sich Kyoto gleich von seiner schönsten Seite: die geradezu überwältigende Masse an traditioneller Sehenswürdigkeiten zeigte sich quasi  an jeder Ecke. Ich hatte mir den Heian Schrein als Ziel vorgenommen und schlug mich dann mit spontanen Umwegen dorthin durch. Dieses wunderbare Viertel wie auch der Schrein mitsamt Garten ist wirklich sehenswert.

Mit leichten Schwierigkeiten (ich kam nicht so ganz zurecht mit dem Bus fahren in Kyoto – dort findet man meist kaum etwas auf Englisch angeschrieben und die Busfahrer können auch nicht immer weiterhelfen; eine weitere Schwierigkeit war dann vor allem auch, dass Google Maps mir nicht die genauen Stellen zum Umsteigen angezeigt hat -> daher am besten immer Metro fahren, wenn das möglich ist, in Kyoto ist diese nur leider noch nicht so groß ausgebaut) machte ich mich dann von dieser Gegend im Osten auf in Richtung Westen – nach Arashiyama zum sogenannten Tenryu-ji Tempel.

Alleine dieser Tempel ist schon einen Besuch wert; wie viele andere Tempel in Kyoto ist er Teil des Weltkulturerbes. Tenryu-ji Tempel grenzt an einen Wald an und bildet in seinen Gärten eine schöne Kombination daraus. Der schönste Anblick bietet sich aber, wenn man den Tempel durch das Nord-Tor verlässt: Nur weniger Meter entfernt beginnt dort nämlich die sogenannte Bamboo Grove, ein wunderbarer Bambus Wald und damit wohl wiederum ein Anblick, der seinesgleichen sucht.

Von dort aus begab ich mich weiter bergauf zu einem weiteren Garten, den ein hiesiger Film Star extra für Touristen anlegen lassen hat und von wo aus man eine schöne Aussicht genießen konnte.

von lenstolz

Christmas in Tokyo

Mit einer sehr langen Verspätung kommen hier nun die Berichte zu der Woche im wundervollen Japan! Ich hatte leider ein bisschen zu tun und auch eine Menge Bilder zu sortieren, da ging das alles ein bisschen.

Nach meinen 3 Monaten im supermodernen Singapur ging es nun weiter in eine nicht minder moderne Metropole: Tokyo! Ich kam in der Nacht des 23. Dezember an und schlug mich dann irgendwie zum Hostel durch, wo mich bereits mein Bruder erwartete. Direkt fiel mir das erste Positive auf: auch wenn die Metro in Japan – genau wie wohl überall in Südostasien – ihren Betrieb von 0 bis 6 Uhr morgens einstellt, so haben die meisten 7/11 und Family-Marts jeden Tag rund um die Uhr auf, ein grandioser Vorteil, würde ich mal sagen!

Unsere Unterkunft war dann ein Kapsel-Hotel, um genau zu sein. Hier hat jeder Gast anstatt eines Bettes eine ganze kleine Räumlichkeit für sich, je nach Hotel und Preis kann man da dann schon mal einen Fernseher oder ein Radio mit drin haben. Die Kapseln sind nicht gerade riesig, aber für ein paar Nächte lässt es sich darin definitiv gut aushalten und man hat auf jeden Fall deutlich mehr seine Ruhe als in einem Hostel Mehrbettzimmer beispielsweise.

Den 24.12. verbrachten wir sehr entspannt: wir begannen damit, uns im „Manga Viertel“ Akihabara umzusehen und gönnten uns dann gegen Nachmittag den neuesten Star Wars in einem IMAX (ganz cooles Kino, aber das weltgrößte IMAX in Sydney bleibt einfach ungeschlagen). Nach einer sogenannten Okonomiyaki (eine Art Pfannkuchen, ganz lecker eigentlich) hab ich mich dann noch etwas im Shibuya Bezirk umgesehen, wo selbst am Weihnachtsabend die Straßen vollgepackt waren.

Den nächsten Tag begannen wir dann mit einem Frühstück auf dem namhaften Tsukiji Fisch-Markt. Dort gönnten wir uns eine Runde Sushi und Sake. Es wurde vor uns mit dem frischen Fisch vom Markt zubereitet und hat gut geschmeckt. Das ganze wurde dann noch dadurch gekrönt, dass ein älteres, japanisches Ehepaar darauf bestand, uns beim Genuss unseres Frühstücks zu helfen. So riet man uns, den Sake doch bitte heiß zu bestellen und zeigte uns die korrekte Abfolge beim Essen des Sushis.

Überhaupt sollte sich dieses Muster durch unsere gesamte Zeit in Japan ziehen: ich und mein Bruder standen so manches Mal ein wenig überfordert vor einem Problem, dass fast nur mit dem Verständnis der japanischen Schriftzeichen gelöst werden konnte, beispielsweise bei den Metro Stationen. Da ging es dann meist keine 2 Minuten, bis uns ein freundlicher Einwohner ansprach und uns gar fragte, ob er helfen dürfte. Diese Freundlichkeit (manch einer mag sie als aufgesetzt und falsch empfinden, ich fand es aber sehr angenehm) trotz oftmals eher geringerer Englischkenntnisse fand ich wirklich klasse, so etwas hab ich bisher wohl nur in Neuseeland gesehen (und eher selten in Deutschland…).

Nach dem erfolgreichen Fisch-Frühstück ging es dann weiter zum Meiji Schrein. Den kann man mal besuchen, aber er kann definitiv nicht dem Sonoji Tempel das Wasser reichen, den wir uns am darauffolgenden Tag angesehen haben. Begleitet wurden wir dabei – wie so ziemlich die komplette Zeit – von bestem Wetter. Es herrschte ein angenehm kühles Wetter bei bestem Sonnenschein, durchaus mal eine angenehme Abwechslung zu den oftmals regnerischen 30 Grad in Singapur.

Nach einer weiteren Station im Nakano Viertel (noch mehr Manga/Anime Zeug) machten wir uns zum World Trade Center Building auf, von wo aus wir einen schönen Blick auf die Stadt bekamen und zusahen, wie es langsam Nacht wurde. Im Anschluss daran sah ich mich noch im Viertel Shinjuku, wo mindestens so viel Trubel wie im Shibuja Bezirk war, und im Shopping-Viertel Ginza um. Interessant war übrigens, zu sehen, wie die ganzen Marktschreier und sonstigen Verkäufer scheinbar nur der japanischen Sprache mächtig waren und mich daher nicht als Teil der Zielgruppe sahen und manchmal sogar den Augenkontakt vermieden.

Am letzten Tag ging es dann frühmorgens gleich nochmal in luftige Höhen, da wir uns einen Besuch beim Tokyo Tower, dem Wahrzeichen der Stadt, gönnten. Die Aussicht war wirklich beeindruckend auf den 250 Metern. Vermutlich wäre sie in Tokyos höchster Konstruktion, dem Skytree, noch eindrucksvoller gewesen, aber wir entschieden uns dann doch lieber für den klassischeren Ausblick. Allein schon die lange Zeit, die wir im dazugehörigen „One Piece“- Fanshop verbrachten, bestätigte unsere Wahl wohl.

Einen gemütlichen Spaziergang kann man dann übrigens in den Gärten des kaiserlichen Palasts bzw. vor Schloss Edo machen. Nachdem wir selbiges getan hatten, ging es für uns weiter zu meinem traditionellen Highlight in Toyko: nach Asakusa, wo man den bereits erwähnten Sensoji Tempel mitsamt Pagode bewundern kann. Zu dem ganzen Konstrukt gehört des Weiteren ein beeindruckender Markt, wo man viele Souvenirs und Leckereien kaufen kann.

Den Abend ließen wir dann schließlich auf der künstlich errichteten Insel Odaiba ausklingen, wo angeblich die hippen Kids gerne abhängen und man einen schönen Ausblick auf die Skyline von Tokyo samt Freiheitsstatur-Kopie genießen kann. Zu unserer freudigen Überraschung fand keine halbe Stunde nach unserem Eintreffen auch gleich noch ein Feuerwerk statt – die Japaner sind halt immer für eine Überraschung gut!

Am späten Abend ging es dann mit dem Nacht-Bus weiter nach Kyoto. Die Fahrt könnte man innerhalb von 3 Stunden mit dem sogenannten Shinkansen bzw. Bullet-Train bewältigen, aber da diese Variante um die 100 Euro gekostet hätte, entschieden wir uns dafür, für 70 Euro über Nacht zu fahren und damit dann immerhin auch gleich noch die Übernachtung einzusparen. Mein Bruder zeigte sich bei unserem Bus etwas enttäuscht: es handelte sich um 3 einzelne Reihen von Sitzen, die durch dünne Vorhänge getrennt werden konnten. Er hatte jedoch tatsächlich richtige Betten erwartet, da das wohl beispielsweise gang und gäbe in Ländern wie Laos und Kambodscha sei.

In sitzender Schlaf-Position ging es dann schließlich weiter nach Kyoto…

 

von lenstolz

Singapore – more than just a City

Abschließend möchte ich an dieser Stelle noch einmal jedem, der mal einen Abstecher nach Singapur plant, dazu raten, ruhig eine ganze Woche und nicht die klassischen zwei, drei Tage dort zu verbringen. Singapur hat wirklich eine Menge zu bieten, das sollte man über mehrere Tage verteilt in aller Ruhe genießen.

Mit den folgenden persönlichen Highlights könnte man diese Woche dann füllen:

  1. Man könnte den Aufenthalt entspannt an dem vermutlich schönsten Ort starten: den Gardens by the Bay. Hier kann man gemütlich einen Tag verbringen, indem man durch die kostenlos zugänglichen Gartenteile schlendert und zusätzlich noch den Flower Dome und den Cloud Forest besucht. Im Zentrum der Gardens kann man des Weiteren die Aussicht vom Sky Walk genießen. Gegen Abend kann man dann einerseits die wunderbare OCBC Garden Rapsody – Licht Show bei den Supertrees genießen und dann bequem 10 Minuten zum Marina Bay Sands laufen, um die Wonderful – Laser Show dort zu sehen (beide Shows finden 2 Mal pro Abend statt). Die Nacht lässt sich schließlich bei einem Bier auf dem Marina Bay Sands bei bester Aussicht ausklingen (oder man geht nur hoch für die Fotos, ohne etwas zu bestellen). Optional lässt sich auch die Aussicht vom – leider etwas teuren – Singapore Flyer genießen, der ebenfalls nicht weit weg ist. Der Blick auf die Skyline an der Waterfront ist wohl mein liebster Anblick in Singapur.
  2. Mit der Kombination aus Zoo und Night Safari kann man definitiv den Tag von morgens bis nachts füllen, Tiere non-stop! Der Zoo ist groß und bietet neben interessanten Shows auch tolle Möglichkeiten, verschiedenen Tieren hautnah zu begegnen. Auch die nachtaktiven Tiere in der Night Safari (liegt direkt neben dem Zoo) sind ein interessantes Erlebnis. Man sollte beim Rückweg darauf achten, dass man den letzten Bus erwischt, ansonsten wird es eine recht teure Heimfahrt mit dem Taxi. Das ist wirklich das einzige Problem mit dem öffentlichen Verkehr: wie wohl überall in Asien pausiert alles von 0 bis 6 Uhr morgens, leider auch die ansonsten überragende Metro.
  3. Einen ganzen Tag kann man auch ganz einfach auf der „Luxus-Insel“ Sentosa Island verbringen: hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Empfehlen kann ich den Adventure Cove Waterpark auf der Insel sowie das S.E.A Aquarium; allein mit diesen beiden lässt sich ein Tag leicht verbringen. Ansonsten gibt es dort auch den (leider nicht gerade günstigen) Universal Studios Park. Optional kann man den Tag am Wochenende dann auch oft mit einer ordentlichen Beach Party beenden. Unbedingt die Seilbahn benutzen, der Ausblick bei gutem Wetter ist das Geld wert.
  4. Für eine ordentliche Portion Natur kann man durch das MacRichtie Reservoir wandern. Je nach Route dauert das mehrere Stunden, aber besonders der Treetop Walk inmitten des Waldes ist einen Besuch wert. Man kann dort auf wilde Affen und angeblich auch Schlangen treffen.
  5. Innerhalb der Stadt gibt es natürlich einiges zu sehen. Man kann sich im Zentrum rumtreiben und die aufregende Kombination an beeindruckenden Wolkenkratzern genießen oder natürlich in der Orchard Road shoppen bis das Geld alle ist. Wer jedoch mehr Lust auf Kultur und Tradition hat, sollte das arabische Viertel (Sultan Mosque), Little India (verschiedene Tempel und das riesige Mustafa Center) oder Chinatown (weitere Tempel) besuchen. Gerade in Chinatown finde ich es interessant, wie einige Tempel inmitten von Wolkenkratzern zu finden sind.
  6. Nach all dem kann man sicherlich mal einen entspannteren Tag gebrauchen. Dafür eignet sich ein Besuch des Strandes des East Coast Parks oder natürlich Sentosa Island. Die Sonne sollte man hier übrigens nicht unterschätzen, es wird nicht ohne Grund Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor 80+ an verschiedenen Stellen verkauft.

Abschließend noch Tipps für die Feier-Wütigen: Feiern kann ganz schnell mal teuer werden in Singapur: teurer Eintritt (20 Euro) plus Taxi-Fahrt für den Rückweg, dazu noch ein Drink im Club für locker um die 10 Euro. Aber das muss nicht sein. Das Wichtigste ist, dass man die Lady’s Night am Mittwoch ausnutzt. Während Männer da dann immerhin oft gratis in den Club kommen, dürfen sich Frauen zusätzlich über bis zu 10 Gratis Getränke/Shots (Je nach Club, aber ein Gratis Getränk ist eigentlich immer drin) freuen. Attika und 1-Altitude (Sky-Bar mit Dancefloor) kann ich definitiv weiterempfehlen. Des Weiteren ist der Zouk am Wochenende wirklich einen Besuch wert: ein riesiger Club mit 3 verschiedenen Dance Floors. Wer mehr Lust auf eine Bar hat, wird entweder in der sogenannten Club Street fündig oder am Clark Quay, beides wirklich tolle Ecken. Und für den bekannten Singapur Sling geht man idealerweise ins Raffles Hotel, auch wenn man für den ollen Drink definitiv zu viel zahlen muss.

Bei dem Ganzen unbedingt auch die Garküchen mal ausprobieren. Gerade die sogenannten Hawker Center sind an vielen Ecken zu finden und bieten leckeres Essen für wirklich wenig Geld an, besonders erwähnenswert hierbei ist einerseits der beeindruckende Lau Pa Sat Festive Market und andererseits das Maxwell Food Center und der Tian Tian Hainanese Chicken Rice, der dort verkauft wird (vermutlich der beliebteste Reis in ganz Singapur. Leicht im Center zu finden, da dort immer eine wirklich lange Schlange dafür ansteht.). Auch um die Station Bugis wimmelt es von tollen Möglichkeiten, die verschiedensten Sachen zu essen.  Das National-Gericht ist die sogenannte Chilli Crab, die aber entgegen ihres Namens nicht wirklich scharf schmeckt, sondern einfach nur lecker, eine große Sauerei ist dabei programmiert. Und die Durian kann man mal probieren, damit man endlich weiß, wie das widerlich stinkende Ding denn schmeckt. Schmeckt okaay, finde ich.

Am Ende ist das teuerste an Singapur wohl einfach das Wohnen (eine Nacht im Marina Bay Sands gibt es so ab 200 Euro 😉 ), aber man kann auch recht erschwingliche Hostels finden, ich kann dabei das Green Kiwi Hostel empfehlen, das sehr sauber und anständig gelegen ist.

Singapur ist ein luxuriöser, geradezu westlich wirkender Fleck in Südostasien, der wohl kaum mit irgendwas anderem verglichen werden kann. Ich habe die Zeit dort sehr genossen und kann einen Besuch nur wärmstens empfehlen. Einfach mal hingehen und genießen! Und natürlich versuchen, sich an die vielen Regeln der Stadt zu halten, sonst wird es schnell mal teuer…

PS: Tipp am Rande: Lieber nicht in der Zeit um September/Oktober Singapur besuchen. Wer Pech hat, erwischt dann nämlich die Zeit, in der die Indonesier wieder mit ihren Waldbränden die ganze Umgebung einräuchern, auch Haze genannt (hatte ich in den ersten 1 ½ Monaten hier, war nicht ganz so lustig, wurden zeitweise auch Schulen geschlossen deswegen.)

von lenstolz

Singapore in December

So, nach einer recht langen Abwesenheit melde ich mich auch mal wieder. Es war wirklich viel los in den letzten Wochen und ich bin daher nicht dazu gekommen, darüber zu berichten.

Da ich mich nun quasi auf dem Heimweg befinde, möchte ich kurz noch die letzten Trips in Singpur zusammenfassen, bevor ich von der wunderbaren Woche in Japan und der schönen Woche an Thailands Stränden berichte.

Ich habe am Schluss in Singapur noch versucht, die letzten interessanten Attraktionen und Trips zu machen, die ich bisher noch nicht geschafft hatte. Das kam dann dabei raus:

Ein Trip auf die südlich von Singapur gelegene Insel Lazarus. Eine schöne kleine Insel für einen Tagesausflug, auch wenn der Strand dort mich jetzt nicht gerade von den Socken gehauen hat.

Eine Tageswanderung durch das MacRichtie Reservoir über den Tree Top Walk dort, was auch mal eine gelungene Abwechslung war, weil man dort durch die fast unberührten Waldgebiete nördlich der Stadt wandern kann.

Die vermutlich größte Party in Singapur, der sogenannte Zouk-Out am Selosa Beach von Sentosa Island. Künstler wie Tiesto, Paul Kalkbrenner und Axwell^Ingrosso gaben sich dort die Ehre, die Location war cool und wenn man sich geschickt angestellt hat, gab es sogar gratis Bier. Leider hat es die ganze Nacht leicht geregnet.

Die Night-Safari, die beim Zoo liegt und bei der man interessanterweise nachtaktive Tiere in gut nachgestellten Naturräumen erleben kann, ist definitiv auch mal eine Erfahrung wert.

Der Flower Dome und Cloud Forest in den wunderbaren Gardens by the Bay. Diese beiden Attraktionen kann man als Nicht-Singapurer nur in Kombination kaufen, wobei der Flower Dome meiner Meinung nach nicht allzu spektakulär ist, der Clowd Forrest mit seinem faszinierenden Aufbau jedoch umso mehr. (Bei all dem kam die Weihnachtsstimmung natürlich nicht zu kurz, schließlich war das alles im Dezember.)

Genauso empfehlenswert ist der sehr erschwingliche Sky Walk im Zentrum der Gardens.

von lenstolz

Kuala Lumpur

Endlich habe ich mir auch mal die Zeit an einem Wochenende genommen, um dem Nachbarland Malaysia einen Besuch abzustatten, also genauer gesagt der Hauptstadt Kuala Lumpur oder wie es jeder hier nennt: KL.

Dazu hab ich mich am Freitagabend in einen regionalen Bus geschwungen (wobei geschwungen leicht übertrieben ist. Mein Bruder hat bei seiner Weiterreise dort damals 5 Minuten gewartet, weil nichts los war. Ich hingegen durfte überraschenderweise 1 ½ Stunden warten, weil unfassbar viele Menschen den gleichen Plan wie ich hatten) und mich dann aufgemacht Richtung Kuala Lumpur. Ich hatte online kaum noch Tickets gefunden für meine Strecke, doch mein Freund Geriko meinte, dass ich mir darüber keine Sorgen machen sollte und einfach ohne ein vorher gekauftes Ticket los fahren sollte. Das tat ich dann auch und so saß ich irgendwann nach 22 Uhr in Johor Bahru, dem südlichsten Ort in Malaysia, den man mit dem regionalen Bus aus Singapur erreichen kann.

Selbstverständlich war der Plan gewesen, früher dort zu sein und selbstverständlich hatte ich nicht erwartet, dass man mir sagen würde, dass jetzt keine Busse mehr nach Kuala Lumpur Sentral mehr fuhren. Leider war aber genau dies der Fall und so musste ich improvisieren und den nächsten Zug nehmen. Man würde vielleicht meinen, dass das am Ende sogar die schnellere Option wäre, doch leider braucht ein Bus interessanterweise nachts etwa 5, 6 Stunden, wohingegen mein Overnight Train kernige 9 Stunden unterwegs sein würde, wie ich auf Nachfrage von einer Mitreisenden erfuhr. Yay.

So kam ich also um 7 Uhr morgens in KL an. Es war eine schreckliche Fahrt, der Zug war unglaublich stark runter gekühlt worden, was ich in meiner kurzen Hose und meinem dünnen Pullover nicht gerade angenehm fand. So hatte ich mehr oder weniger erfolgreich versucht eine Sitzposition zu finden, in der ich möglichst gut schlafen und wenig frieren würde. Im Hostel angekommen war dann natürlich meine Reservierung mittlerweile gecancelt worden. Doch da die Check-Out-Zeit 12 Uhr war, war es mir wert, das Zimmer noch einmal für ein paar Stunden zu buchen.

Nachdem ich knapp 2 ½ Stunden geschlafen hatte, traf auch bald meine Reisegefährtin Kat im Hostel ein. Sie hatte den ersten Flug aus Bangkok hierher genommen und so konnten wir gegen 12 Uhr unser Sightseeing starten.

Wir begannen mit einer Zugfahrt zu den Batu Caves, die 30 Minuten außerhalb von Kuala Lumpur liegen. Eine wirklich beeindruckende Höhle, wo ich schließlich auch zum ersten Mal in Südostasien wilde Affen zu sehen bekommen habe.

Als nächstes begaben wir uns zurück in die Stadt und arbeiteten uns durch zum sogenannten KL Tower und anschließend zum Wahrzeichen der Stadt, den Petronas Towers. Dort wartete wieder eine unangenehme Überraschung: Man würde meinen, dass es relativ einfach und unkompliziert wäre, die Petronas Towers zu erkunden. Dem ist leider nicht so. Dafür gibt es hingegen lediglich geführte Touren, die genau abgezählt sind. Als Kat und ich daraufhin beschlossen, die einzig verfügbare Tour des Tages zu wählen (es war 18 Uhr abends und die einzige Tour war um 20:30), war in dieser Tour lediglich nur noch ein Platz verfügbar.

So konnten wir nur die erste Tour des nächsten Tages wählen (um 9 Uhr morgens) und damit war dann auch schon der Start in den nächsten Tag geplant. Den Abend ließen wir schließlich noch mit ein bisschen Shopping und Abendessen in Chinatown ausklingen.

Der Ausblick der Petronas Towers war das frühe Aufstehen wert, so viel war klar. Es wäre vermutlich noch beeindruckender gewesen, das ganze bei Nacht zu sehen, aber auch im morgendlichen Nebel war es ein fantastischer 360 Grad Ausblick vom rechten Petronas Tower. Die Tour ging insgesamt 45 Minuten, wobei man zuerst auf die Brücke zwischen den Türmen geführt wird und danach hoch in den 87. Stock, also auf etwa 450 Meter Höhe, was die Petronas Towers übrigens zu den höchsten Zwillingstürmen der Welt macht.

Nachdem sich Kat bald darauf am Mittag wieder Richtung Bangkok aufgemacht hatte, ging ich alleine noch zum Kuala Lumpur Bird Park, der sich als mein persönliches Highlight des Trips herausstellen sollte. Es handelt sich dabei um den größten überdachten Vogel Park der Welt, Dementsprechend konnte man dort sehr einfach einen halben Tag verbringen.

Dabei kam man unzähligen Pfauen und viele andere gefiederten Wesen zum Anfassen nahe, es war wirklich beeindruckend! So etwas hatte ich noch nie gesehen, manchmal konnte einem da schon mulmig werden, wenn man beispielsweise mal kurz seinen Snack genießen wollte und einem Stück für Stück ein paar kleinkind-große, unbekannte Vögel auf den Leib rückten und auch ein Stück abhaben wollten. Genauso wie im Zoo gab es auch hier Fütterungen und Tiershows.

Jedem, der mal nach Kuala Lumpur kommt, sei damit dieser Park ans Herz gelegt. Aber auch die Petronas Towers und selbstverständlich auch die Batu Caves sind einen Besuch wert!

Mein Heimweg war dann deutlich entspannter. Ich konnte einen Bus buchen. Auch wenn dieser mit 1 ½ Stunden Verspätung ankam und auch nicht gerade ideal klimatisiert war, war er die  deutlich unkompliziertere, schnellere und auch bequemere Option.

Nun habe ich noch knapp eine Woche hier in Singapur, bevor es weiter geht nach Japan. Daher versuche ich noch ein paar letzte Sights in den nächsten Tagen abzuhaken.

von lenstolz

Travelling together Part 2

Als der Haze sich dann tatsächlich für ein paar Tage verzog, statteten wir der Singapurer Skyline einen weiteren Besuch ab, um die Kulisse endlich einmal richtig genießen zu können.

Des Weiteren folgten auch verschiedene Tagestrips, unter anderem auch ein Besuch im Singapurer Zoo. Der Zoo ist beeindruckend eingerichtet: man kann eine große Zahl an Tieren in naturgetreuen, weitläufigen Anlagen bewundern, die wiederum verschiedenen Zonen zugeordnet sind. Wie so oft, werden auch hier viele Shows angeboten und auch Tierfütterungen. Da wir so ziemlich den ganzen Tag dort verbrachten, nahmen wir möglichst viele dieser Angebote wahr: angefangen mit dem „Orang-Utan-Frühstück“ am Morgen, welches etwas zu vollmundig als aufregendes Frühstück mit den Tieren beworben wird. Im Endeffekt handelt es sich dabei um ein stinknormales Frühstück an einem (durchaus beachtlichen) Buffet  während zwischendurch kurz mal die Affen neben dran gefüttert werden und man sich bei Bedarf dazu noch für ein Foto davorstellen kann. Auch die Shows waren unterschiedlich unterhaltsam (die „The Rainforest fights back Show“ klingt auf jeden Fall abenteuerlicher als sie wirklich ist), aber zusammen mit den Tierfütterungen wird man hier durchaus den ganzen Tag ganz gut bei Laune gehalten. Mein persönliches Highlight war dabei der „Fragile Forest“, den man hautnah inmitten von Limuren, verschiedenen Vögeln und so weiter durchschreitet.  Kann man also definitiv Leuten weiterempfehlen, die mal nicht die üblichen 3 Tage hier verbringen, sondern eher eine (absolut gerechtfertigte) Woche.

Einen weiteren Tag verbrachten wir im Adventure Cove Waterpark, der sich auf der Insel Sentosa befindet und auch ein großes Unterhaltungsangebot aufzubieten hat. Er steht wohl im Schatten der zwei größeren Attraktionen von Sentosa (dem S.E.A. Aquarium und den Universal Studios), aber muss sich wirklich nicht verstecken.

Hier kann man erst den ganzen Park gemütlich auf einem kleinen künstlichen Fluss entdecken, nur um im Anschluss ein paar abwechslungsreiche Rutschen auszuprobieren, mit Delphinen zu schwimmen oder einen atemberaubenden Anblick beim Schnorcheln in einem farbenprächtigen Riff inmitten von 20.000 tropischen Fischen zu genießen. Gerade das Schnorcheln stellte für mich das Highlight des Tages dar. Ich kann den Park wirklich weiterempfehlen, gerade hier lassen sich die hohen Temperaturen gut aushalten. Leider habe ich keine Fotos gemacht, da das sonst zu umständlich gewesen wäre.

Auch Little India haben wir besucht und auch kulinarisch erkundet, bis wir uns dann schließlich zum Abschluss noch ein klassisches Touri-Ding gegönnt haben: Den Singapur Flyer. Aufgrund der unglaublichen Aussicht sicherlich einen Besuch wert, auch wenn er leider doch sehr überteuert ist und man quasi nur auf der zweiten Hälfte der 30-minütigen Fahrt einen Blick auf die wunderschöne Skyline hat.

von lenstolz

Travelling together Part 1

Ende Oktober kam auch meine Freundin Jetty für eine kurze Zeit zu Besuch. Da sie bei einem Stadt-Trip immer versucht, möglichst viel zu sehen, nahmen wir uns ein relativ volles Programm vor, dass wir dann auch mehr oder weniger so abarbeiteten.

Die erste Hälfte ihres Aufenthalts wurde leider buchstäblich getrübt durch den hartnäckigen Haze, sodass die Motivation, draußen unterwegs zu sein, nicht gerade riesig war. Wir erkundeten dennoch das arabische Viertel der Stadt, die Marina Bay Front mit der abendlichen Laser Show sowie die Gardens by the Bay mit der dortigen Licht Show. Ein weiterer Teil unseres Abendprogramms war eine Beach Party auf Sentosa Isand, wo die Singapurer sämtliche Hemmungen ablegten und wirklich ordentlich feierten inmitten von Seifenblasenkanonen, einem Pool und einer fantastischen Strand Kulisse. Auch den „legendären“ Singapore Sling im Raffles Hotel ließen wir uns nicht nehmen und begleiteten meinen Freund und Singapur-Experten Geriko dorthin. Das besondere an der Bar dort, der sogenannten Long Bar, ist, dass man zu seinem – nicht gerade allzu günstigen – Getränk (ein Singapore Sling gibt’s für knapp 20 Euro) unbegrenzt Erdnüsse bekommt, die man dann absolut gleichgültig auf den Boden schmeißt. Man kann sich also vorstellen, wie es dort an manchen Stellen ausgesehen hat…

Chinatown bot uns ebenso abwechslungsreiche Ecken, von traditionellen Tempeln inmitten der Hochhäuser, bis hin zu kleinen verwobenen Gassen, inmitten derer man übrigens dann auch auf das ARD Auslandsstudio in Singapur stößt.

Wir versuchten dabei auch kulinarisch die gewaltige Vielfalt Singapurs zu erleben und so gab es viele kleine asiatische Snacks, Zwischenstopps in Hawker Centers, ein Frühstück im Zoo mit tierischer Gesellschaft (dazu später mehr) sowie eine Mahlzeit in einem Cat Café (und nein, nur weil wir hier in Asien sind, heißt das jetzt nicht, dass man sich in einem solchen Café auf die Zubereitung von Katzen spezialisiert hat, ganz im Gegenteil: man hat die Möglichkeit, sich eine kleine Leckerei zu gönnen, während bis zu 10 Katzen durch den Raum wuseln).

Auch die berühmt-berüchtigte Durian-Frucht haben wir uns nicht entgehen lassen. Es ist so ziemlich überall verboten, diese sogenannte Stinke-Frucht mit sich rumzutragen; man sieht in den Metros und den Bussen Schilder, wo extra nochmal darauf hingewiesen wird. Nicht zu Unrecht, wie man wohl anmerken muss. Die Frucht sondert einen Geruch ab, der ziemlich fies stinkt und anscheinend auch nicht so schnell wieder weg geht. In der Hoffnung, dass wenigstens der Geschmack  angenehmer wäre, haben wir die sogenannte „Königin unter den Früchten“ probiert und konnten leider nicht allzu viel Positives daran finden. Der Geschmack ist besser als der Geruch, aber dieses sonderbar matschige Fruchtfleisch ist unserer Meinung nach dennoch nicht wirklich weiterzuempfehlen.

von lenstolz